Kleine Ankündigung, bevor es morgen enttäuschte Gesichter gibt: Diesen und nächsten Sonntag wird es leider kein Update geben.
Das hat zwei Gründe: Diese Woche musste ich ein paar Überstunden schieben, so dass ich einfach nicht zum Pinseln gekommen bin bzw. nach der Arbeit keine Muße gefunden habe. Im Laufe der nächsten Woche gönne ich mir einen Kurzurlaub - fernab auch der heimischen Malstation.
Vielleicht schaffe ich es vorher noch, wenigstens die noch ausstehenden Zivilisten der letzten Woche fertig zu bekommen und hier ein kurzes Update einzufügen. Versprechen kann ich aber nichts! Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. ;)
Also: Stay tuned!
23 Februar 2008
17 Februar 2008
Statisten-Casting (4) und hoch zu Ross
Auch wenn es diese Woche etwas drunter und drüber ging, sind wenigstens ein paar Miniaturen fertig geworden. Ich habe mir nun einen Satz Figuren der Firma Graven Images vorgenommen, auf die ich vor einiger Zeit mehr zufällig gestoßen bin. Genauer gesagt handelt es sich um Miniaturen der hier verlinkten "Border Reivers"-Reihe. Eigentlich sind die Modelle dieses Themas zu spät (sie bilden das frühe 17. Jahrhundert ab); bei einigen Zivilisten kann man aber ein Auge zudrücken.
Die Figuren sind recht hübsch modelliert, dabei nicht übermäßig detailliert. Problematisch ist nur ihre Größe: Manch ältere Foundry-Figuren überragen sie um mehr als einen Kopf, dazu sind sie deutlich bulliger. Gerade bei den weiblichen Figuren wirkt das schon etwas komisch. Ich hoffe einfach, dass ich sie später auf der Platte so verteilen kann, dass diese Unterschiede nicht weiter ins Gewicht fallen.
Im Folgenden also die ersten beiden von fünf Modellen, die ich zu bemalen gedenke.

Man wird bemerken, dass ich eine echte Vorliebe für Geistliche entwickle. Denn wie es scheint sind diese Miniaturen meist echte Charakterköpfe. Der hier abgebildete Herr firmiert im Katalog als "The Bishop"; das ursprüngliche Schwert in seiner Rechten fand ich dann aber doch zu martialisch und habe es kurzerhand durch ein Kruzifix ersetzt - non arma, sed verbo! Als eventueller Vorbote der Reformation (man beachte den "Laienkelch") trägt er protestantisches Schwarz.
Etwas emotional bewegter zeigt sich die Dame links: Offenbar hat sie nicht erwartet, dass die Ritter es beim Turnier ordentlich krachen lassen... Mit ihrem Kleid bin ich unzufrieden. Die Figur ist für eine spätere Bearbeitung vorgemerkt - für jetzt ging es mir erstmal um die Fertigstellung. Am Gesicht erkennt man die z.T. schlichte Modellierung. Hier Konturen hineinzubringen, war schwieriger als gedacht und ist vielleicht auch nicht ganz gelungen.
Der Zuschauer-Counter zeigt damit:
17 Miniaturen abgearbeitet
14 Miniaturen to go
Naja...
Damit nun aber die Enttäuschung nicht zu groß ist, habe ich quasi zwischendurch noch die Bemalung eines weiteren Ritters abgeschlossen - hoffentlich zur Freude einiger Besucher:

Das Modell bildet eigentlich einen französischen Gens d'Armes ab, zu erkennen an der Mode des über der Rüstung getragenen Leibrock. Bei der Bemalung des Rossharnischs habe ich wiederum an der Darstellung von gemustertem Stoff als Bezugsmaterial versucht. Idee und Vorlage stammen aus Ausgabe 10 des Magazins Wargames: Soldiers & Strategy, das sich schwerpunktmäßig mit der Schlacht von Pavia beschäftigt (eine Besprechung lasse ich vielleicht folgen).
Warum seine Lanze abgebrochen ist und er als einer der wenigen Ritter einen Schild trägt, sei an dieser Stelle noch nicht verraten... ;)
Die Figuren sind recht hübsch modelliert, dabei nicht übermäßig detailliert. Problematisch ist nur ihre Größe: Manch ältere Foundry-Figuren überragen sie um mehr als einen Kopf, dazu sind sie deutlich bulliger. Gerade bei den weiblichen Figuren wirkt das schon etwas komisch. Ich hoffe einfach, dass ich sie später auf der Platte so verteilen kann, dass diese Unterschiede nicht weiter ins Gewicht fallen.
Im Folgenden also die ersten beiden von fünf Modellen, die ich zu bemalen gedenke.

Man wird bemerken, dass ich eine echte Vorliebe für Geistliche entwickle. Denn wie es scheint sind diese Miniaturen meist echte Charakterköpfe. Der hier abgebildete Herr firmiert im Katalog als "The Bishop"; das ursprüngliche Schwert in seiner Rechten fand ich dann aber doch zu martialisch und habe es kurzerhand durch ein Kruzifix ersetzt - non arma, sed verbo! Als eventueller Vorbote der Reformation (man beachte den "Laienkelch") trägt er protestantisches Schwarz.
Etwas emotional bewegter zeigt sich die Dame links: Offenbar hat sie nicht erwartet, dass die Ritter es beim Turnier ordentlich krachen lassen... Mit ihrem Kleid bin ich unzufrieden. Die Figur ist für eine spätere Bearbeitung vorgemerkt - für jetzt ging es mir erstmal um die Fertigstellung. Am Gesicht erkennt man die z.T. schlichte Modellierung. Hier Konturen hineinzubringen, war schwieriger als gedacht und ist vielleicht auch nicht ganz gelungen.
Der Zuschauer-Counter zeigt damit:
17 Miniaturen abgearbeitet
14 Miniaturen to go
Naja...
Damit nun aber die Enttäuschung nicht zu groß ist, habe ich quasi zwischendurch noch die Bemalung eines weiteren Ritters abgeschlossen - hoffentlich zur Freude einiger Besucher:

Das Modell bildet eigentlich einen französischen Gens d'Armes ab, zu erkennen an der Mode des über der Rüstung getragenen Leibrock. Bei der Bemalung des Rossharnischs habe ich wiederum an der Darstellung von gemustertem Stoff als Bezugsmaterial versucht. Idee und Vorlage stammen aus Ausgabe 10 des Magazins Wargames: Soldiers & Strategy, das sich schwerpunktmäßig mit der Schlacht von Pavia beschäftigt (eine Besprechung lasse ich vielleicht folgen).
Warum seine Lanze abgebrochen ist und er als einer der wenigen Ritter einen Schild trägt, sei an dieser Stelle noch nicht verraten... ;)
10 Februar 2008
Statisten-Casting (3)
Immer wieder sonntags...

Puh, das war richtig knapp. Die Miniaturen habe ich kurz vor "Abgabetermin" zusammen gestöpselt, da in der Woche die Gesundheit nicht so mitgespielt hat und ich erst gestern wieder einigermaßen geradeaus gucken konnte. Das hat man davon, wenn man Karneval nicht feiert!
Diesmal fast nur alte Bekannte - der aufmerksame Blogbesucher wird zumindest drei von fünf Figuren wiedererkennen. Aber keine Sorge, es handelt sich wirklich um komplett neu bemalte Modelle!
Am meisten Spaß hatte ich wieder mal an dem dicken Mönch, den ich in dieser Inkarnation als Augustiner bemalt habe. Sollte ich noch einen passenden Hut finden, gestalte ich ihn noch zu einem Luther-Verschnitt um. Gewisse Ähnlichkeiten sind ja gegeben:

Dann noch eine historische Anmerkung für alle, die Pink & Rosa als "Frauenfarben" abtun: In vormoderner Zeit wurden diese Farben, vor allem im kriegerischen Milieu, von männlichen Jugendlichen getragen. Das kräftigere Rot blieb nämlich erwachsenen Männern vorbehalten. Der Landsknecht im rosa Kostüm mag daher vielleicht seine (erhaltene) Jugendlichkeit betonen.
Und zum Beweis, dass es voran geht, der aktuelle Blick auf den Zuschauer-Counter:
15 Miniaturen abgearbeitet
16 Miniaturen to go
Huzzah!
PS: Für die Bildqualität muss ich mich erneut entschuldigen. Entweder lässt die Kamera allmählich wirklich nach oder - was wahrscheinlicher ist - ich bin ein schlechter Fotograf.

Puh, das war richtig knapp. Die Miniaturen habe ich kurz vor "Abgabetermin" zusammen gestöpselt, da in der Woche die Gesundheit nicht so mitgespielt hat und ich erst gestern wieder einigermaßen geradeaus gucken konnte. Das hat man davon, wenn man Karneval nicht feiert!
Diesmal fast nur alte Bekannte - der aufmerksame Blogbesucher wird zumindest drei von fünf Figuren wiedererkennen. Aber keine Sorge, es handelt sich wirklich um komplett neu bemalte Modelle!
Am meisten Spaß hatte ich wieder mal an dem dicken Mönch, den ich in dieser Inkarnation als Augustiner bemalt habe. Sollte ich noch einen passenden Hut finden, gestalte ich ihn noch zu einem Luther-Verschnitt um. Gewisse Ähnlichkeiten sind ja gegeben:

Dann noch eine historische Anmerkung für alle, die Pink & Rosa als "Frauenfarben" abtun: In vormoderner Zeit wurden diese Farben, vor allem im kriegerischen Milieu, von männlichen Jugendlichen getragen. Das kräftigere Rot blieb nämlich erwachsenen Männern vorbehalten. Der Landsknecht im rosa Kostüm mag daher vielleicht seine (erhaltene) Jugendlichkeit betonen.
Und zum Beweis, dass es voran geht, der aktuelle Blick auf den Zuschauer-Counter:
15 Miniaturen abgearbeitet
16 Miniaturen to go
Huzzah!
PS: Für die Bildqualität muss ich mich erneut entschuldigen. Entweder lässt die Kamera allmählich wirklich nach oder - was wahrscheinlicher ist - ich bin ein schlechter Fotograf.
03 Februar 2008
Statisten-Casting (2)
Auf zur zweiten Runde. In dieser Woche musste ich mich etwas ranhalten, um mein selbst gesetztes Soll zu erfüllen. Ab Mitte des Monats übernehme ich einen zusätzlichen Job, es könnte zukünftig also noch enger werden. Da mache ich mir aber lieber noch keine Gedanken drüber...

Dies Mal habe ich ein paar Frauen mehr ins Boot geholt. Ich bemühe mich ja um eine gute Mischung, damit das Malen nicht zu langweilig wird - immer nur grimmige Kerle zu bemalen, schadet auf Dauer dem Sozialverhalten. ;)
Leider ist die Auswahl nicht sonderlich groß, das habe ich ja schon des Öfteren bemängelt. Die Dame rechts außen z.B. wird in mindestens drei Inkarnationen auf dem Turniergelände auftauchen. Ich hoffe immer noch auf den großen Fund, der mir ein ganzes Sortiment an passenden ZivilistInnen eröffnet. Aber das wird wohl leider Wunschtraum bleiben...
Den beinahe obligatorischen Landsknecht habe ich, wie angedroht, als Knappen hergerichtet. Anstatt des Spießes trägt er nun die Lanze seines Herrn - ganz passend, wie ich finde. Beim nächsten Mal will ich mich an einem heraldisch markierten Mantel versuchen.
Angeregt durch Grimms Beitrag zu Frank Bauers "Tactica 08"-Platte (hier zu sehen: http://sweetwater.no-ip.info/viewtopic.php?t=4040&start=75) überlege ich aktuell, woher ich noch einige "Alte & Versehrte" bekomme. Das bisherige Saubermann-Image meines Turniers könnte ein paar Brechungen durchaus vertragen. Ein Anfang ist gemacht mit der zweiten Dame von links: Ihre Kleidung sollte abgetragen wirken und die Schuhe habe ich ihr auch ausgezogen - was sich in ihrem Mienenspiel äußert.
Tipps & Anregungen, wo und wie man weitere passende Modelle bekommt, sind hoch willkommen!
Ach ja, nicht vergessen, der Zuschauer-Counter:
10 Miniaturen abgearbeitet
21 Miniaturen to go
Ähm... es wird. :D

Dies Mal habe ich ein paar Frauen mehr ins Boot geholt. Ich bemühe mich ja um eine gute Mischung, damit das Malen nicht zu langweilig wird - immer nur grimmige Kerle zu bemalen, schadet auf Dauer dem Sozialverhalten. ;)
Leider ist die Auswahl nicht sonderlich groß, das habe ich ja schon des Öfteren bemängelt. Die Dame rechts außen z.B. wird in mindestens drei Inkarnationen auf dem Turniergelände auftauchen. Ich hoffe immer noch auf den großen Fund, der mir ein ganzes Sortiment an passenden ZivilistInnen eröffnet. Aber das wird wohl leider Wunschtraum bleiben...
Den beinahe obligatorischen Landsknecht habe ich, wie angedroht, als Knappen hergerichtet. Anstatt des Spießes trägt er nun die Lanze seines Herrn - ganz passend, wie ich finde. Beim nächsten Mal will ich mich an einem heraldisch markierten Mantel versuchen.
Angeregt durch Grimms Beitrag zu Frank Bauers "Tactica 08"-Platte (hier zu sehen: http://sweetwater.no-ip.info/viewtopic.php?t=4040&start=75) überlege ich aktuell, woher ich noch einige "Alte & Versehrte" bekomme. Das bisherige Saubermann-Image meines Turniers könnte ein paar Brechungen durchaus vertragen. Ein Anfang ist gemacht mit der zweiten Dame von links: Ihre Kleidung sollte abgetragen wirken und die Schuhe habe ich ihr auch ausgezogen - was sich in ihrem Mienenspiel äußert.
Tipps & Anregungen, wo und wie man weitere passende Modelle bekommt, sind hoch willkommen!
Ach ja, nicht vergessen, der Zuschauer-Counter:
10 Miniaturen abgearbeitet
21 Miniaturen to go
Ähm... es wird. :D
27 Januar 2008
Linkergänzungen
Mal wieder Ergänzungen in der Linkleiste.
Leider zu spät bin ich auf ein Blog namens Renaissance Miniatures aufmerksam geworden. Dort finden sich zahlreiche Miniaturenreviews verschiedenster Hersteller, die Figurenreihen des 16. Jahrhunderts im Programm haben. Sehr interessant und nützlich, für alle, die mit dieser Epoche liebäugeln.
Außerdem will ich auch das Blog von Pike & Plunder hier verewigen. Dort finden sich detaillierte Regeln für Kartenkampagnen vor dem Hintergrund der Italienischen Kriege (1494-1559) samt bebilderten Spielberichten der ausgetragenen Schlachten. Masse und Qualität der dabei aufgebrachten Miniaturen ist atemberaubend - und sehr inspirierend.
Also, anschauen empfohlen!
Leider zu spät bin ich auf ein Blog namens Renaissance Miniatures aufmerksam geworden. Dort finden sich zahlreiche Miniaturenreviews verschiedenster Hersteller, die Figurenreihen des 16. Jahrhunderts im Programm haben. Sehr interessant und nützlich, für alle, die mit dieser Epoche liebäugeln.
Außerdem will ich auch das Blog von Pike & Plunder hier verewigen. Dort finden sich detaillierte Regeln für Kartenkampagnen vor dem Hintergrund der Italienischen Kriege (1494-1559) samt bebilderten Spielberichten der ausgetragenen Schlachten. Masse und Qualität der dabei aufgebrachten Miniaturen ist atemberaubend - und sehr inspirierend.
Also, anschauen empfohlen!
26 Januar 2008
Statisten-Casting (1)
Zehn Tage ist der letzte Beitrag schon wieder alt - herrje, tempus fugit! In dieser Woche wurde ich - neben dem realen Leben - vor allem durch ein paar Spätrömer abgelenkt, die ich seit einiger Zeit schon hier herumstehen habe und in diesem Jahr kontinuierlich "abarbeiten" will. Außerdem warten da noch die wunderschönen AWI-Figuren aus dem Hause Perry und, und, und - vielleicht mache ich demnächst mal ein Foto von dem bunten Durcheinander.
Immerhin sind aber auch einige der angekündigten Zuschauer für das Turnier herumgekommen. Hier die Ausbeute dieser Woche bzw. der letzten zwei Tage:

Bei dem Herrn ganz links habe ich noch nicht entschieden, als was genau er auftreten soll. Entweder drücke ich ihm eine Lanze in die Hand, damit er als Page/Knappe eines Ritters fungieren kann (siehe dazu auch das untere Cranach-Bild im Beitrag vom 12. Januar). Oder ich bastle einen Bierkrug zurecht, mit dem er sich die Wartezeit auf den nächsten Durchgang verkürzen kann. Diese Idee kam mir durch den zum Ruf geöffneten Mund des Modells - ich hätte noch zwei, drei Zechkumpane in ähnlicher Pose, die dann gemeinsam den Ritter ihrer Wahl anfeuern oder aber ein jugendgefährendes Trinklied anstimmen könnten...
Die Figuren haben gleich mehrere Premieren erlebt:
Zum einen habe ich an ihnen das angebliche Wundermittel von Dragon Colour ausprobiert, die so genannten Tauchgrundierung. Wer sich nichts drunter vorstellen kann, schaut am besten hier www.tiny-soldiers.com/index.php?page=DragonColor. Die Tests verliefen einigermaßen erfolgreich. Größter Vorteil dieser Grundierungsart besteht darin, dass sie wirklich das komplette Modell bedeckt und man nicht nacharbeiten muss. Außerdem ist die Methode relativ unkompliziert; zu dick aufgetragene Farbe sollte damit kein Problem mehr sein. Nachteilig finde ich allerdings den Glanz und den starken Abrieb. Der Glanz verhindert, dass ich mir nachträgliches Finelining ersparen kann, indem ich die schwarze Grundierung an einigen Stellen einfach stehen lasse. Vielleicht lässt sich das Problem aber auch durch den Auftrag von Mattlack beheben. Zu starkem Abrieb der Grundierung kam es beim Aufstellen der Miniaturen zum Trocknen - es ist ziemlich hakelig, die Modelle aus der Dose zu fischen und sie dann in eine möglichst aufrechte Position zu bringen, damit die überschüssige Farbe abtropfen kann. Auch hält die Farbe nicht so gut anderen unvermeidlichen oder zufälligen Berührungen stand. Darüber hinaus eignet sich diese Grundiermethode wohl nur bedingt für Massenproduktion; was mich bei einzelnen Turniermodellen aber nicht weiter bekümmert.
Zum anderen habe ich mir einen ganzen Satz Foundry-Farben zugelegt, um das berühmt-berüchtigte Drei-Farben-System endlich in größerem Umfang anwenden zu können. (Mein Dank geht an dieser Stelle an Michael von www.miniaturicum.de für den kundenorientierten Service.) Auch wenn ich noch einige Startschwierigkeiten habe - für manche Farbkombinationen muss ich mir noch ein paar Zwischentöne überlegen -, bin ich begeistert. Die vorgegebenen Schattierungen und Akzente erleichtern die Farbwahl erheblich. Mit etwas Übung und der herstellerübergreifenden Farbverwendung sollte sich auch eine spürbare Beschleunigung des Malvorgangs einstellen. Zudem stimmt einfach die Qualität der Farben, die manche GW-Suppe alt aussehen lässt (nichts gegen GW-Farben im Allgemeinen!).
Nun aber genug des Gelabers. Wenn es gut läuft, schaffe ich in den nächsten Tagen noch ein paar Miniaturen mehr. Mein Zuschauer-Counter zeigt nun:
5 Miniaturen abgearbeitet
26 Miniaturen to go
UFF!
Desweiteren will ich zusehen, ob ich nicht wenigstens schon mal die Planken für den Turnierplatz provisorisch zusammen zimmere. Eventuell kann man dann ein erstes, echtes Probespielchen einlegen, um die leidige Frage nach den Regeln zu klären...
PS: Das Design der obligatorischen Copyright-Zeile habe ich von Tankred geklaut - falls er auch darauf Rechtsanspruch erhebt, wird sie wieder ersetzt. ;)
Immerhin sind aber auch einige der angekündigten Zuschauer für das Turnier herumgekommen. Hier die Ausbeute dieser Woche bzw. der letzten zwei Tage:

Bei dem Herrn ganz links habe ich noch nicht entschieden, als was genau er auftreten soll. Entweder drücke ich ihm eine Lanze in die Hand, damit er als Page/Knappe eines Ritters fungieren kann (siehe dazu auch das untere Cranach-Bild im Beitrag vom 12. Januar). Oder ich bastle einen Bierkrug zurecht, mit dem er sich die Wartezeit auf den nächsten Durchgang verkürzen kann. Diese Idee kam mir durch den zum Ruf geöffneten Mund des Modells - ich hätte noch zwei, drei Zechkumpane in ähnlicher Pose, die dann gemeinsam den Ritter ihrer Wahl anfeuern oder aber ein jugendgefährendes Trinklied anstimmen könnten...
Die Figuren haben gleich mehrere Premieren erlebt:
Zum einen habe ich an ihnen das angebliche Wundermittel von Dragon Colour ausprobiert, die so genannten Tauchgrundierung. Wer sich nichts drunter vorstellen kann, schaut am besten hier www.tiny-soldiers.com/index.php?page=DragonColor. Die Tests verliefen einigermaßen erfolgreich. Größter Vorteil dieser Grundierungsart besteht darin, dass sie wirklich das komplette Modell bedeckt und man nicht nacharbeiten muss. Außerdem ist die Methode relativ unkompliziert; zu dick aufgetragene Farbe sollte damit kein Problem mehr sein. Nachteilig finde ich allerdings den Glanz und den starken Abrieb. Der Glanz verhindert, dass ich mir nachträgliches Finelining ersparen kann, indem ich die schwarze Grundierung an einigen Stellen einfach stehen lasse. Vielleicht lässt sich das Problem aber auch durch den Auftrag von Mattlack beheben. Zu starkem Abrieb der Grundierung kam es beim Aufstellen der Miniaturen zum Trocknen - es ist ziemlich hakelig, die Modelle aus der Dose zu fischen und sie dann in eine möglichst aufrechte Position zu bringen, damit die überschüssige Farbe abtropfen kann. Auch hält die Farbe nicht so gut anderen unvermeidlichen oder zufälligen Berührungen stand. Darüber hinaus eignet sich diese Grundiermethode wohl nur bedingt für Massenproduktion; was mich bei einzelnen Turniermodellen aber nicht weiter bekümmert.
Zum anderen habe ich mir einen ganzen Satz Foundry-Farben zugelegt, um das berühmt-berüchtigte Drei-Farben-System endlich in größerem Umfang anwenden zu können. (Mein Dank geht an dieser Stelle an Michael von www.miniaturicum.de für den kundenorientierten Service.) Auch wenn ich noch einige Startschwierigkeiten habe - für manche Farbkombinationen muss ich mir noch ein paar Zwischentöne überlegen -, bin ich begeistert. Die vorgegebenen Schattierungen und Akzente erleichtern die Farbwahl erheblich. Mit etwas Übung und der herstellerübergreifenden Farbverwendung sollte sich auch eine spürbare Beschleunigung des Malvorgangs einstellen. Zudem stimmt einfach die Qualität der Farben, die manche GW-Suppe alt aussehen lässt (nichts gegen GW-Farben im Allgemeinen!).
Nun aber genug des Gelabers. Wenn es gut läuft, schaffe ich in den nächsten Tagen noch ein paar Miniaturen mehr. Mein Zuschauer-Counter zeigt nun:
5 Miniaturen abgearbeitet
26 Miniaturen to go
UFF!
Desweiteren will ich zusehen, ob ich nicht wenigstens schon mal die Planken für den Turnierplatz provisorisch zusammen zimmere. Eventuell kann man dann ein erstes, echtes Probespielchen einlegen, um die leidige Frage nach den Regeln zu klären...
PS: Das Design der obligatorischen Copyright-Zeile habe ich von Tankred geklaut - falls er auch darauf Rechtsanspruch erhebt, wird sie wieder ersetzt. ;)
15 Januar 2008
Publikumsmagnet
Im Zuge der rationaleren Arbeitsplanung hab ich heute auch mal wieder meine Bestände gesichtet. Zunächst habe ich alle Zivilisten aussortiert, die als Zuschauer taugen könnten. Hier habe ich nämlich noch ziemliche Defizite. Das zu ändern, habe ich mir für die nächste Zeit vorgenommen; und so sieht der "bunte" Haufen aus:

Mit diesen Figuren hätte ich ca. 30 Zuschauer zusammen - das sollte als Grundstock genügen. Wenn ich beim späteren Plattenbau merke, dass die Ränge zu dünn besetzt sind, kann ich immer noch nachlegen. Sicherlich wird auch noch das ein oder andere Modell über meinen Maltisch wandern, das nicht zu diesem "Produktionsschritt" gehört (so wie die Landsknechte im letzten Beitrag) - ein paar Gimmicks kann ich mir einfach nicht verkneifen, gerade wenn es sich um Neuerwerbungen handelt. ;)
Aber immerhin habe ich jetzt ein echtes Etappenziel!

Mit diesen Figuren hätte ich ca. 30 Zuschauer zusammen - das sollte als Grundstock genügen. Wenn ich beim späteren Plattenbau merke, dass die Ränge zu dünn besetzt sind, kann ich immer noch nachlegen. Sicherlich wird auch noch das ein oder andere Modell über meinen Maltisch wandern, das nicht zu diesem "Produktionsschritt" gehört (so wie die Landsknechte im letzten Beitrag) - ein paar Gimmicks kann ich mir einfach nicht verkneifen, gerade wenn es sich um Neuerwerbungen handelt. ;)
Aber immerhin habe ich jetzt ein echtes Etappenziel!
Al mein gelt verspilt
Im letzten Beitrag waren sie bereits zu sehen, jetzt ist gewissermaßen noch etwas Gras über die Sache gewachsen: die Karten spielenden Landsknechte. Ein paar Abriebstellen muss ich noch ausbessern, bevor der Lack drauf kommt, also nicht wundern.

Eine ziemlich typische Szene, glaubt man zeitgenössischen Berichten und Darstellungen. Die Landsknechte waren als notorische Trunken- und Raufbolde verschrien, die noch dazu ihr ziemlich unregelmäßiges Einkommen beim Würfel- oder Kartenspiel verprassten. Ob sich darin die Wirklichkeit oder eher Vorurteile spiegeln, ist kaum mehr zu klären. Mit Sicherheit waren die Sitten jener Landsknechte, die nicht nur vom Schlachtentod, sondern viel öfter von Hunger, Kälte, ausbleibendem Sold, Krankheit oder Verwundung bedroht waren, ziemlich rau. Allerdings traute man den umherziehenden ("reisigen") - und damit grundsätzlich verdächtigen Söldnern - auch so manche Schurkerei zu, die einem Eingesessenen nie eingefallen wäre. Leicht übersah und übersieht man nämlich, dass die meisten Landsknechte außerhalb der Saison, also vor allem in den Wintermonaten, zivileren Berufen, z.B. einem Handwerk, nachgingen.
Trotzdem haben vornehmlich Darstellungen wie diese unser Bild vom Landsknecht geprägt:

Einer würfelt mit dem Teufel (und verliert ganz offensichtlich), ein anderer betätigt sich als Gotteslästerer, indem er das Kruzifix bespuckt. Und da sprechen wir über Jugendkriminalität...
In den Rahmen eines Turniers passen solche Szenen natürlich auch. Die oben gezeigte Vignette stammt aus dem Hause Redoubt Miniatures. Sie steckt voller kleiner Details, die das Geschehen sehr schön einfangen, und letztlich den Ausschlag gaben, die Figuren zu erstehen. Denn stilistisch unterscheiden sich die Figuren stark von meinen geliebten Foundrys. Das Foto schont daher nichts!
Zum Ausgleich habe ich gleich darauf einen frühen Perry-Sculpt bemalen müssen. Sein Dasein hat er als Armbrustschütze aus der Spätmittelalter-Reihe von Foundry begonnen; ich habe ihn kurzerhand zum Falkner umgerüstet. Seine Pose passte dafür ungefähr und so betreut er nun die teuren Haustierchen eines ritterlichen Turnierteilnehmers (die Sitzstange mit weiteren Vögeln folgt). Der "Falke" stammt aus dem Gussrahmen der GW-Bretonen. Aufgrund seiner Größe habe ich ihn als Habicht bemalt (Ornithologen mögen mir Ungenauigkeiten verzeihen), da diese Tiere auch gern zur Beizjagd eingesetzt wurden, aber nicht so hochpreisig gehandelt wurden wie andere Beutegreifer.

Den braunen Stumpen, der das Gesicht des Falkners verunziert, ist eine Notlösung. Ich hab mich einfach nicht getraut, ihn wegzufeilen.
Ach ja, und noch einen Neuzugang will ich nicht zurückhalten. Dieser freundliche Herr im farbechten Dress wird sich in nächster Zeit beim Aufbau der weiteren Zelte nützlich machen.

An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an Frank Bauer!

Eine ziemlich typische Szene, glaubt man zeitgenössischen Berichten und Darstellungen. Die Landsknechte waren als notorische Trunken- und Raufbolde verschrien, die noch dazu ihr ziemlich unregelmäßiges Einkommen beim Würfel- oder Kartenspiel verprassten. Ob sich darin die Wirklichkeit oder eher Vorurteile spiegeln, ist kaum mehr zu klären. Mit Sicherheit waren die Sitten jener Landsknechte, die nicht nur vom Schlachtentod, sondern viel öfter von Hunger, Kälte, ausbleibendem Sold, Krankheit oder Verwundung bedroht waren, ziemlich rau. Allerdings traute man den umherziehenden ("reisigen") - und damit grundsätzlich verdächtigen Söldnern - auch so manche Schurkerei zu, die einem Eingesessenen nie eingefallen wäre. Leicht übersah und übersieht man nämlich, dass die meisten Landsknechte außerhalb der Saison, also vor allem in den Wintermonaten, zivileren Berufen, z.B. einem Handwerk, nachgingen.
Trotzdem haben vornehmlich Darstellungen wie diese unser Bild vom Landsknecht geprägt:

Einer würfelt mit dem Teufel (und verliert ganz offensichtlich), ein anderer betätigt sich als Gotteslästerer, indem er das Kruzifix bespuckt. Und da sprechen wir über Jugendkriminalität...
In den Rahmen eines Turniers passen solche Szenen natürlich auch. Die oben gezeigte Vignette stammt aus dem Hause Redoubt Miniatures. Sie steckt voller kleiner Details, die das Geschehen sehr schön einfangen, und letztlich den Ausschlag gaben, die Figuren zu erstehen. Denn stilistisch unterscheiden sich die Figuren stark von meinen geliebten Foundrys. Das Foto schont daher nichts!
Zum Ausgleich habe ich gleich darauf einen frühen Perry-Sculpt bemalen müssen. Sein Dasein hat er als Armbrustschütze aus der Spätmittelalter-Reihe von Foundry begonnen; ich habe ihn kurzerhand zum Falkner umgerüstet. Seine Pose passte dafür ungefähr und so betreut er nun die teuren Haustierchen eines ritterlichen Turnierteilnehmers (die Sitzstange mit weiteren Vögeln folgt). Der "Falke" stammt aus dem Gussrahmen der GW-Bretonen. Aufgrund seiner Größe habe ich ihn als Habicht bemalt (Ornithologen mögen mir Ungenauigkeiten verzeihen), da diese Tiere auch gern zur Beizjagd eingesetzt wurden, aber nicht so hochpreisig gehandelt wurden wie andere Beutegreifer.

Den braunen Stumpen, der das Gesicht des Falkners verunziert, ist eine Notlösung. Ich hab mich einfach nicht getraut, ihn wegzufeilen.
Ach ja, und noch einen Neuzugang will ich nicht zurückhalten. Dieser freundliche Herr im farbechten Dress wird sich in nächster Zeit beim Aufbau der weiteren Zelte nützlich machen.

An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an Frank Bauer!
12 Januar 2008
Cranach und die Folgen
Lange hat sich hier nichts getan - ich erspare mir aber umständliche Erklärungsversuche und setze lieber mit den positiven Meldungen wieder ein. Wider Erwarten ist das Projekt also nicht tot. Als Beweis mag auch dieser schüchterne Blick auf meinen Arbeitstisch dienen:

Außerdem habe ich wieder etwas Motivation getankt, als ich diese Woche endlich die großartige Cranach-Ausstellung im Frankfurter Städel besuchen konnte. Die Bilder des Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553) sind eine wahre Fundgrube an Ideen - kein Wunder, der Mann hat neben den hübschen Nackedeis, für die er noch heute bekannt ist...
(Wer erkennt den Hut wieder?)
... auch komplette Festivitäten an den fürstlichen Höfen seiner Zeit organisiert. (Heutzutage wäre er wohl eine Art Eventmanager.) Dazu gehörten neben Entwürfen von Teppichen, Wandmalereien, Geschirrdekorationen, Kostümen etc. etc. auch solche von Turnierrüstungen. Und so finden sich unter seinen Werken auch zahlreiche Darstellungen turnierender Ritter, natürlich samt ihrer Entourage aus Gefolgsleuten und begeisterten Zuschauern.
(Zugegeben, das Mädel ist hübscher anzusehen!)
Besonders erfreut hat mich das Bild einer Turniergesellschaft, die ihr Spektakel auf freiem Feld veranstaltet (leider habe ich es im Internet nicht wiederentdeckt). Das enthebt mich in gewisser Weise meiner Sorge um die Authenzität eines Wald- und Wiesenturniers. Der Normalfall waren wohl aber tatsächlich Turniere in städtischer Umgebung (siehe Bild oben), und so behalte ich die Idee im Hinterkopf für ein eventuelles späteres "Upgrade" des Projekts. Aber das wäre echte Zukunftsmusik...
In jedem Fall empfehle ich jedem an der Zeit Interessierten den Besuch dieser einmaligen Ausstellung. Gelegenheit besteht noch bis zum 17.2.2008; danach wandert die Gemäldeschau erstmal ins Ausland. Weitere Infos findet man hier: http://cranach.staedelmuseum.de/cranach.htm
Einen Film zur Einführung, der auch in der Ausstellung gezeigt wird, kann man sich hier ansehen: http://www.3sat.de/mediathek/?obj=7134

Außerdem habe ich wieder etwas Motivation getankt, als ich diese Woche endlich die großartige Cranach-Ausstellung im Frankfurter Städel besuchen konnte. Die Bilder des Lucas Cranach d.Ä. (1472-1553) sind eine wahre Fundgrube an Ideen - kein Wunder, der Mann hat neben den hübschen Nackedeis, für die er noch heute bekannt ist...
(Wer erkennt den Hut wieder?)... auch komplette Festivitäten an den fürstlichen Höfen seiner Zeit organisiert. (Heutzutage wäre er wohl eine Art Eventmanager.) Dazu gehörten neben Entwürfen von Teppichen, Wandmalereien, Geschirrdekorationen, Kostümen etc. etc. auch solche von Turnierrüstungen. Und so finden sich unter seinen Werken auch zahlreiche Darstellungen turnierender Ritter, natürlich samt ihrer Entourage aus Gefolgsleuten und begeisterten Zuschauern.
(Zugegeben, das Mädel ist hübscher anzusehen!)Besonders erfreut hat mich das Bild einer Turniergesellschaft, die ihr Spektakel auf freiem Feld veranstaltet (leider habe ich es im Internet nicht wiederentdeckt). Das enthebt mich in gewisser Weise meiner Sorge um die Authenzität eines Wald- und Wiesenturniers. Der Normalfall waren wohl aber tatsächlich Turniere in städtischer Umgebung (siehe Bild oben), und so behalte ich die Idee im Hinterkopf für ein eventuelles späteres "Upgrade" des Projekts. Aber das wäre echte Zukunftsmusik...
In jedem Fall empfehle ich jedem an der Zeit Interessierten den Besuch dieser einmaligen Ausstellung. Gelegenheit besteht noch bis zum 17.2.2008; danach wandert die Gemäldeschau erstmal ins Ausland. Weitere Infos findet man hier: http://cranach.staedelmuseum.de/cranach.htm
Einen Film zur Einführung, der auch in der Ausstellung gezeigt wird, kann man sich hier ansehen: http://www.3sat.de/mediathek/?obj=7134
25 August 2007
Zeltbau ohne Anleitung
Man soll es nicht glauben, aber ein erstes "Geländestück" ist fertig geworden!
Zuerst zur Vorgeschichte:
Auf Phil Olleys Seite (siehe Links) waren mir bereits vor einiger Zeit ein paar Zelte aufgefallen. Nachforschungen führten mich dann zur Seite von Magister Militum (http://www.magistermilitum.com), wo eine ganze Palette mittelalterlich anmutender Zelte erhältlich ist. Da mir bislang kein anderer Hersteller untergekommen ist, habe ich kurzerhand einen ganzen Schwung bestellt - und recht zügig geliefert bekommen.
Beim Auspacken war ich dann zunächst etwas enttäuscht. Die Zelte sind aus Resin, und der Guss ist nicht gerade berauschend. Hier mal ein Foto eines unbehandelten Teils out of the box:

Allerdings musste ich mir eingestehen, dass ein Eigenbau aus Stoff oder Papier aus meiner Hand kaum besser aussähe und ich so wenigstens Arbeit gespart habe.
Mit ein bisschen Feilen und Schmiergeln lassen sich die gröbsten Grate entfernen und die Farbe erledigt den Rest. Ein echter Künstler - mit mehr Geduld als ich - könnte wahrscheinlich mehr rausholen, aber auf die Distanz bin ich mit meinem Erstling ganz zufrieden:

Wie man sieht, habe ich versucht, noch etwas mehr Realismus hineinzubringen, indem ich ein paar Schnüre angebracht habe. Diese erfordern natürlich ein Base (bestehend aus einer CD), das ich erst weglassen wollte.
Der Herr im Vordergrund (von Wargames Foundry) ist übrigens der stolze Besitzer und lässt sich gerade für das Turnier ankleiden. Seine Ausrüstung ist nicht wirklich zeitgemäß, aber ich finde, so eine Vignette gehört einfach dazu.
Ich hoffe, es gefällt.
PS: Wiederum entschuldige ich mich für die Bildqualität. Da mein PC immer noch in Reparatur ist, verfüge ich über kein vernünftiges Bearbeitungsprogramm. Außerdem sollte ich wirklich mal daran gehen, mir richtigen Fotohintergrund zuzulegen. Die Lösung "weißes Papier auf Schreibtisch" ist auf Dauer eher... suboptimal. ;)
Zuerst zur Vorgeschichte:
Auf Phil Olleys Seite (siehe Links) waren mir bereits vor einiger Zeit ein paar Zelte aufgefallen. Nachforschungen führten mich dann zur Seite von Magister Militum (http://www.magistermilitum.com), wo eine ganze Palette mittelalterlich anmutender Zelte erhältlich ist. Da mir bislang kein anderer Hersteller untergekommen ist, habe ich kurzerhand einen ganzen Schwung bestellt - und recht zügig geliefert bekommen.
Beim Auspacken war ich dann zunächst etwas enttäuscht. Die Zelte sind aus Resin, und der Guss ist nicht gerade berauschend. Hier mal ein Foto eines unbehandelten Teils out of the box:

Allerdings musste ich mir eingestehen, dass ein Eigenbau aus Stoff oder Papier aus meiner Hand kaum besser aussähe und ich so wenigstens Arbeit gespart habe.
Mit ein bisschen Feilen und Schmiergeln lassen sich die gröbsten Grate entfernen und die Farbe erledigt den Rest. Ein echter Künstler - mit mehr Geduld als ich - könnte wahrscheinlich mehr rausholen, aber auf die Distanz bin ich mit meinem Erstling ganz zufrieden:

Wie man sieht, habe ich versucht, noch etwas mehr Realismus hineinzubringen, indem ich ein paar Schnüre angebracht habe. Diese erfordern natürlich ein Base (bestehend aus einer CD), das ich erst weglassen wollte.
Der Herr im Vordergrund (von Wargames Foundry) ist übrigens der stolze Besitzer und lässt sich gerade für das Turnier ankleiden. Seine Ausrüstung ist nicht wirklich zeitgemäß, aber ich finde, so eine Vignette gehört einfach dazu.
Ich hoffe, es gefällt.
PS: Wiederum entschuldige ich mich für die Bildqualität. Da mein PC immer noch in Reparatur ist, verfüge ich über kein vernünftiges Bearbeitungsprogramm. Außerdem sollte ich wirklich mal daran gehen, mir richtigen Fotohintergrund zuzulegen. Die Lösung "weißes Papier auf Schreibtisch" ist auf Dauer eher... suboptimal. ;)
12 August 2007
Volksbelustigung
Damit nun aber niemand meckern kann, ich würde das Blog nur zum Ausheulen missbrauchen, noch schnell ein Schnappschuss der beiden letzthin fertiggestellten Modelle. Leider spinnen Kamera wie Computer derzeit, so dass ich etwas improvisieren musste - was sich auf die Bildqualität auswirken könnte.
Hier also die Ersatzmänner für die Spiellleute, die ich Frank Bauer dereinst überlassen hatte:

Die beiden stammen aus der Perry-Reihe zum Hundertjährigen Krieg, sind also eigentlich rund 100 Jahre zu früh. Allerdings denke ich mir, dass Spiellleute auch bei Hofe nicht wählerisch sein konnten und deshalb auch etwas ältere Mode auftragen mussten. Die Figuren sind erstaunlich groß und ich überlege bereits, ein paar der Modelle in meine uralte Bretonenarmee für Warhammer Fantasy zu integrieren. Leider sind die gerüsteten Modelle allerdings unbrauchbar für das 16. Jahrhundert. Schade, denn ich bräuchte dringend ein paar Ritter mit eingelegter Lanze...
Für das Quasimodo-Gesicht des Dudelsackbläsers entschuldige ich mich - irgendwie fehlte, nachdem ich sein rechtes Augenlid gemalt hatte, das Pendant auf der linken Seite. Naja, nicht alle Menschen waren hübsch, damals. ;)
Mehr demnächst.
Hier also die Ersatzmänner für die Spiellleute, die ich Frank Bauer dereinst überlassen hatte:

Die beiden stammen aus der Perry-Reihe zum Hundertjährigen Krieg, sind also eigentlich rund 100 Jahre zu früh. Allerdings denke ich mir, dass Spiellleute auch bei Hofe nicht wählerisch sein konnten und deshalb auch etwas ältere Mode auftragen mussten. Die Figuren sind erstaunlich groß und ich überlege bereits, ein paar der Modelle in meine uralte Bretonenarmee für Warhammer Fantasy zu integrieren. Leider sind die gerüsteten Modelle allerdings unbrauchbar für das 16. Jahrhundert. Schade, denn ich bräuchte dringend ein paar Ritter mit eingelegter Lanze...
Für das Quasimodo-Gesicht des Dudelsackbläsers entschuldige ich mich - irgendwie fehlte, nachdem ich sein rechtes Augenlid gemalt hatte, das Pendant auf der linken Seite. Naja, nicht alle Menschen waren hübsch, damals. ;)
Mehr demnächst.
Erste Zwischenbilanz
Mir ist gerade aufgefallen, dass ich vor rund einem Jahr dieses Projekt gestartet habe. Okay, es gab auch mal die ein oder andere kreative Pause. Aber dennoch darf ich wohl die im Titel angekündigte erste Zwischenbilanz ziehen. Also, los geht's:
Naja, vielleicht liest es ja doch der ein oder andere. Ich kann nur wiederholen, dass Rückmeldungen, Wünsche & Anregungen immer gern gesehen sind! Danke für die Aufmerksamkeit.
- Das Projekt wächst. Langsam, aber stetig. Etwas mehr als 20 Miniaturen habe ich zusammen, wenn ich auch immer wieder feststellen muss, dass einige es wohl gar nicht auf die Platte schaffen werden. Da muss sich etwas an meiner Arbeitsplanung ändern!
- Dem relativ guten Vorankommen an der "Bemalfront" steht leider die totale Stagnation auf dem Gebiet des Geländebaus gegenüber. Seit meinen ersten kläglichen Versuchen, mir eine vernünftige Spielplatte zu zimmern, habe ich anscheinend eine gewisse Phobie entwickelt. Ideen habe ich genug, nur mangelt es an der Fähigkeit zur praktischen Umsetzung. Ich beneide all diejenigen, denen Material, die ein oder andere helfende Hand und natürlich der Spaß an handwerklicher Betätigung zur Verfügung stehen - all das scheint mir derzeit total abzugehen...
- Weiterhin besteht auch das Problem der Regeln. Dass ich mir über die Dimensionierung des Projekts noch immer nicht im Klaren bin, ist Folge wie Ursache dieser Misere. Vom Standpunkt der Präsentation favorisiere ich eindeutig ein Skirmish-Spiel, bei dem das Turnier nur den Hintergrund bildet. Die Ebob-Regeln sind hier immer noch mein Fokus. Die ursprüngliche Idee aber war, ein Ritterturnier als Spiel umzusetzen - was leicht schlicht langweilig gerät. Leider hat sich bisher niemand gefunden, mit mir die angepeilten Regeln auszuprobieren, um meine Vorbehalte zu bestätigen oder (besser) zu zerstreuen. Freiwillige scheinen hier Mangelware.
- Erreichbare Ziele setzen. In den nächsten Tagen oder Wochen (je nachdem, wie ich Zeit finde) werde ich mir überlegen, was realistischerweise bis Ende des Jahres zu schaffen ist. Danach werde ich nämlich ohnehin umdisponieren müssen, weil ein paar größere Veränderungen anstehen (neue Wohnung, hoffentlich neuer Job etc.). Ein gutes Limit also, denke ich.
- Klein anfangen, groß rauskommen. Ich werde mir auch überlegen müssen, was noch ins Projekt gehört und was als Ballast abgeworfen werden kann. Konkret: Was muss unbedingt auf die Platte, um die Szenerie eindeutig als Turnier erkennen zu können? Welche Spielereien hebe ich mich für eine mögliche zweite Version auf, die dann auch ruhig etwas größer dimensioniert sein kann? Welche Miniaturen brauche ich dafür? Welches Gelände? Et cetera, et cetera...
- Planung ist alles. In logischen Schritten zu denken, ist zwar nicht meine Stärke, aber ich werde es versuchen. Für das Projekt heißt das: Ich werde möglichst strukturiert vorgehen, zuerst also ein paar Ritter bemalen, die ja den Kern des Turniers bilden und mich vielleicht parallel dazu auch schon mal an einer Schranke oder der Tribüne versuchen. Ein enger Zusammenhang zwischen den Einzelvorhaben sollte da sein, um zügiger voranzukommen.
- Letztlich muss es trotzdem Spaß machen. Ich habe gemerkt, dass nach einer kurzen Pause beim Projekt (gerade nach der Magisterarbeit) vieles leichter von der Hand geht. Es erwarte also niemand neue Glanzleistungen in Rekordzeit! Gut Ding... man kennt den Rest.
Naja, vielleicht liest es ja doch der ein oder andere. Ich kann nur wiederholen, dass Rückmeldungen, Wünsche & Anregungen immer gern gesehen sind! Danke für die Aufmerksamkeit.
28 Juli 2007
Laden & Schießen
Lange hat's gedauert, aber endlich bin ich wieder dazu gekommen, ein paar Miniaturen für das Turnier zu bemalen. Zwischenzeitlich wollte ich einfach nichts mehr vom 16. Jahrhundert wissen - was nach 6 Monaten intensiver Beschäftigung mit dieser Zeit wohl nicht weiter verwundern kann. Der Abschlussstress ist mit Abgabe meiner Arbeit natürlich noch nicht vorbei. Aber ich hoffe, nun wieder etwas mehr Muße zu finden, um an meinem Turnierprojekt zu basteln.
Diesmal hat es ein paar Landsknechte von Wargames Foundry getroffen, genauer gesagt einige Arkebusiere:

Ich finde diese Modelle ganz großartig - sie sind sehr lebendig, stimmig und unheimlich detailverliebt modelliert. Allein der Ablauf vom Befüllen der Arkebuse bis zum Abfeuern ist sehr realistisch getroffen - ich habe sie oben mal in der entsprechenden Reihenfolge platziert (2 und 3 könnten auch tauschen). Bei der Bemalung habe ich mich um größtmögliche Abwechslung bemüht, da Landsknechte ganz allgemein für ihr farbenprächtiges Erscheinungsbild berühmt waren. Als gemeinsames Erkennungszeichen habe ich ihnen aber weiße Kniebinden und Federn verpasst. Weiß war im Übrigen auch die Farbe der so genannten "Verlorenen Haufen", Himmelfahrtskommandos, die als Plänklerschirm vor den eigentlichen Gewalthaufen operierten.
Die hier gezeigten Arkebusiere gehören entweder zu einer Gruppe am Rande des Turniers, die sich mit Zielschießen vergnügt - oder sie kommen als "Ordnungshüter" ins Spiel, die ein bisschen Jagd auf Unruhestifter machen.
Demnächst mehr.
Diesmal hat es ein paar Landsknechte von Wargames Foundry getroffen, genauer gesagt einige Arkebusiere:

Ich finde diese Modelle ganz großartig - sie sind sehr lebendig, stimmig und unheimlich detailverliebt modelliert. Allein der Ablauf vom Befüllen der Arkebuse bis zum Abfeuern ist sehr realistisch getroffen - ich habe sie oben mal in der entsprechenden Reihenfolge platziert (2 und 3 könnten auch tauschen). Bei der Bemalung habe ich mich um größtmögliche Abwechslung bemüht, da Landsknechte ganz allgemein für ihr farbenprächtiges Erscheinungsbild berühmt waren. Als gemeinsames Erkennungszeichen habe ich ihnen aber weiße Kniebinden und Federn verpasst. Weiß war im Übrigen auch die Farbe der so genannten "Verlorenen Haufen", Himmelfahrtskommandos, die als Plänklerschirm vor den eigentlichen Gewalthaufen operierten.
Die hier gezeigten Arkebusiere gehören entweder zu einer Gruppe am Rande des Turniers, die sich mit Zielschießen vergnügt - oder sie kommen als "Ordnungshüter" ins Spiel, die ein bisschen Jagd auf Unruhestifter machen.
Demnächst mehr.
24 Mai 2007
Lückenfüller
Mal eine kurze Rückmeldung zwischendurch. Leider hat mich die Magisterarbeit fest im Griff. Ich bin zwar schon auf den letzten Metern und habe noch etwas Zeit bis zur Abgabe, aber diese Frist will ich eigentlich nicht ausreizen. Daher stecke ich derzeit alle Energie ins Schreiben. Das wenige, was fürs Malen übrig bleibt, geht dann für ein Geburtstagsgeschenk drauf, das ich noch fertig stellen muss - einen aufwändig zu gestaltenden *buhpfui* Cybot der Firma Forgeworld. Anders bekommt man die Leute auch nicht zum Spielen. ;)
Aber nicht verzagen: Immerhin konnte ich meine Vorräte an Miniaturen wieder aufstocken (nicht, dass ich zu wenig davon hätte) und habe mich gestern schonmal dem Entgraten gewidmet. Wenn ich jetzt gleich nach der Pause noch gut vorankomme, gehen die nächsten Figuren heute abend in die Lackiererei zum Grundieren.
Aber nicht verzagen: Immerhin konnte ich meine Vorräte an Miniaturen wieder aufstocken (nicht, dass ich zu wenig davon hätte) und habe mich gestern schonmal dem Entgraten gewidmet. Wenn ich jetzt gleich nach der Pause noch gut vorankomme, gehen die nächsten Figuren heute abend in die Lackiererei zum Grundieren.
14 Mai 2007
Unsere Armee soll schöner werden
Noch ein kleiner Nachtrag:
Ich habe rechts unter "Links zum Thema" Phil Olleys Warcabinet verlinkt. Wenn Ihr eine richtig tolle Landsknechtsarmee aus 28mm-Modellen in Aktion sehen wollt, schaut vorbei.
Hut ab vor so einer schönen Truppe!
Übrigens hat der gute Phil auch ein paar GW-Modelle zweckentfremdet, darunter auch die hier gezeigten Musketiere/Arkebusiere.
Ich habe rechts unter "Links zum Thema" Phil Olleys Warcabinet verlinkt. Wenn Ihr eine richtig tolle Landsknechtsarmee aus 28mm-Modellen in Aktion sehen wollt, schaut vorbei.
Hut ab vor so einer schönen Truppe!
Übrigens hat der gute Phil auch ein paar GW-Modelle zweckentfremdet, darunter auch die hier gezeigten Musketiere/Arkebusiere.
Mehr Power!
Die Miniaturen, die ich Euch heute präsentieren kann, sind bei einem kleinen Test entstanden und sollen eigentlich nur notfalls im späteren Spiel auftauchen. Ich hatte vor einiger Zeit sehr günstig einen Haufen GW-Musketenschützen aus Plastik erstanden. Seitdem flogen sie bei mir im Schrank herum, bis ich mich vorgestern Abend entschloss, probehalber mal ein paar von den Jungs anzupinseln. Ich wollte einfach sehen, was man mit ein bisschen gutem Willen aus den Modellen rausholen kann - eins kann ich sagen: Plastikmist bleibt Plastikmist.
Dennoch war ich überrascht, dass vor allem über die Gesichter einiges zu machen ist. Okay, die Modelle sind immer noch nicht überragend (die grüne Hose z.B. werde ich nochmal überdenken müssen :D ). Aber falls sie halbwegs zu den Foundry-Arkebusieren passen, auf die ich gerade warte, schaffen sie es vielleicht doch noch aufs Spielfeld.
Hier könnt Ihr Euch ein eigenes Bild machen (diesmal nur ein Schnappschuss):

Desweiteren ist mir gestern abend die März-Ausgabe der Wargames Illustrated in die Hände gefallen. Beim Durchblättern habe ich eine Artikelserie entdeckt, die ich vorher wohl nur überflogen hatte. Darin wird ein Massenskirmish-System namens "Rebellion" vorgestellt. Setting und Figuren sind eng an den Film "Braveheart" angelehnt, also den Aufstand der Schotten unter William Wallace Ende des 13. Jahrhunderts. Die Regeln finde ich schonmal interessant, zumal auch ein gewisser rollenspielerischer Aspekt dabei ist. Einzig die geforderten verschiedenen Basegrößen finde ich noch etwas verwirrend. Aber ich werde das System definitiv mal ausprobieren - wer weiß, vielleicht kann ich es auch für mein Turnierszenario verwenden?
Dank der freundlichen Vermittlung von Tankred (auch als Initiator des Spieltrieb Frankfurt [siehe Links zu Freunden] und Admin von www.tabletop-hdr.de bekannt), der am Playtesting der Regeln beteiligt war, habe ich auch ein paar weitere Einblicke in das Regelwerk bekommen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön! :)
Demnächst mehr an dieser Stelle...
Dennoch war ich überrascht, dass vor allem über die Gesichter einiges zu machen ist. Okay, die Modelle sind immer noch nicht überragend (die grüne Hose z.B. werde ich nochmal überdenken müssen :D ). Aber falls sie halbwegs zu den Foundry-Arkebusieren passen, auf die ich gerade warte, schaffen sie es vielleicht doch noch aufs Spielfeld.
Hier könnt Ihr Euch ein eigenes Bild machen (diesmal nur ein Schnappschuss):

Desweiteren ist mir gestern abend die März-Ausgabe der Wargames Illustrated in die Hände gefallen. Beim Durchblättern habe ich eine Artikelserie entdeckt, die ich vorher wohl nur überflogen hatte. Darin wird ein Massenskirmish-System namens "Rebellion" vorgestellt. Setting und Figuren sind eng an den Film "Braveheart" angelehnt, also den Aufstand der Schotten unter William Wallace Ende des 13. Jahrhunderts. Die Regeln finde ich schonmal interessant, zumal auch ein gewisser rollenspielerischer Aspekt dabei ist. Einzig die geforderten verschiedenen Basegrößen finde ich noch etwas verwirrend. Aber ich werde das System definitiv mal ausprobieren - wer weiß, vielleicht kann ich es auch für mein Turnierszenario verwenden?
Dank der freundlichen Vermittlung von Tankred (auch als Initiator des Spieltrieb Frankfurt [siehe Links zu Freunden] und Admin von www.tabletop-hdr.de bekannt), der am Playtesting der Regeln beteiligt war, habe ich auch ein paar weitere Einblicke in das Regelwerk bekommen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön! :)
Demnächst mehr an dieser Stelle...
10 Mai 2007
Pumhardt von Speyer
Lang versprochen, nun ist sie auf die Schanze gerollt: meine erste Kanone.
Unschwer zu erkennen, handelt es sich um ein umfunktioniertes Games Workshop-Modell, zum Teil mit Originalbesatzung. Der Büchsenmeister vorne am Rohr bedient wohl eigentlich eine "Höllenfeuersalvenkanone" - aber dort, wo er jetzt steht, passt er ganz hervorragend hin, wie ich finde. Sein schwarzer Mantel ist seinem Beruf geschuldet - wer einmal versucht hat, Schwarzpulver aus der Kleidung zu waschen, weiß wovon ich spreche. Und wer nicht, probiere es aus. ;) Die anderen Besatzungsmitglieder sind da, scheint's, optimistischer. Um sie zusammengehörig wirken zu lassen, habe ich ihnen aber schwarze Hutfedern verpasst. Das obligatorische vierte Besatzumgsmitglied (wohl der Büchsenknabe) habe ich mir fürs Erste gespart, sonst wäre es wohl etwas voll geworden.
Die Kisten und Schanzkörbe sind Zusatzmaterialien aus dem Hause Front Rank (bis auf die Kugelbahre, die ist selbstgezimmert). Ich habe mich, soweit möglich, bei der Gestaltung an historische Vorbilder gehalten - natürlich fehlen einige Sachen wie Wassereimer, Schwämme, Schaufeln etc. Aber ich wollte es auch nicht übertreiben mit den Details. Die Verschanzung selbst ist reichlich sinnfrei, doch ich gehe davon aus, dass der Büchsenmeister und seine Jungs den Turnierbesuchern mal zeigen wollten, was sie so drauf haben. ;)
Historisch gesehen handelt es sich wohl um eine so genannte "Notbüchse" bzw. "kurze Kartaune" (für einen Basilisken ist das Rohr zu kurz). Das Ding ist also ein waschechtes Belagerungsgeschütz und dürfte der Stolz jedes Artillerieparks gewesen sein. Kein Wunder, dass der Herzog es für ein paar Salutschüsse hat vorfahren lassen!
Kanonen hatten damals meist sprechende bzw. lautmalerische Namen. In loser Analogie zu der Riesenwumme, die heute im Heeresgeschichtlichen Museum zu Wien zu bestaunen ist, habe ich das Kerlchen "Pumhardt von Speyer" genannt.
PS: Für alle, die noch Fehler oder ein leichtes Glänzen entdecken - ich setze mich morgen nochmal dran und werde das komplette Base nachbearbeiten und versiegeln. Heute war ich einfach nur glücklich, fertig zu sein und Fotos von meinem neuen Liebling machen zu können. :)
PPS: Das erste Feldgeschütz geht demnächst in die Produktion, diesmal eine Feldschlange - wer's schonmal nachschlagen will...
06 Mai 2007
Ist etwa Weibsvolk anwesend?
Für alle, die nach dem ganzen Text schon wieder nach Bildern lechzen, hier mal ein kleines Update:
Der Herr auf der rechten Seite dürfte evtl. schon auf dem letzten Foto zu erkennen gewesen sein. Die beiden Damen habe ich gestern abend in aller Eile fertiggestellt - wiederum habe ich mich bei den Details auf die Gesichter beschränkt und die Kleidung mit ein paar deutlicheren Akzenten versehen. Merkwürdigerweise scheinen weibliche Gesichter den Miniaturendesignern nicht so zu liegen, denn meist wirken sie auf mich viel zu hart oder aber irgendwie "verzogen". Vielleicht hab ich aber einfach nur das Geheimnis schöner Frauen noch nicht gefunden. :D
Ach ja, alle drei Figuren stammen aus der "High Medieval"-Reihe von Foundry.
Ich darf zugleich bekannt geben, dass auch die erste Kanone ihrer Fertigstellung entgegen geht. Mit tatkräfttiger Hilfe aus dem Sweetwater-Forum habe ich einen Bodeneffekt ausgetüftelt, der mir sehr gut gefällt und wohl auf alle weiteren Bases übertragen wird. Derzeit warte ich noch auf ein paar Kleinteile, die ich zur Verzierung der Kanonenbase brauche - deshalb hier nur eine Art Preview auf das Rohbase:
Ganz zufrieden bin ich noch nicht; vor allem das Holz bereitet mir Probleme. Aber besser, ich mache hier meine Erfahrungen, als dass ich später bei den richtigen Aufbauten (aus Holz) scheitere. Kritik, Lob und Vorschläge sind hier wie in meinem Thread im Sweetwater-Forum natürlich gern gesehen!
03 Mai 2007
Rezension: Pavia 1525

Heute also mal, wie bereits angekündigt, die Rezension eines Buches zum Thema: Pavia 1525, erschienen bei Osprey Publishing.
Die Osprey-Hefte dürften den meisten bekannt sein. Falls nicht: Ospreys behandeln militärhistorische Themen aller Art und sind vor allem für ihre zahlreichen Abbildungen und Rekonstruktionszeichnungen bekannt. In Wargamer-Kreisen sind sie daher v.a. als Bemalvorlage beliebt. Die Qualität schwankt zum Teil erheblich, wobei fast alle neueren Hefte sich durch besser recherchierte Texte und Bilder auszeichnen. Es gibt verschiedene Serien; der hier vorgestellte Band stammt aus der Campaign-Reihe (Band 44), in der berühmte Schlachten - wiederum aller Epochen - detailliert beschrieben werden.
Eingeleitet wird das Büchlein (immerhin 96 Seiten - andere Ospreys warten mit durchschnittlich 48 Seiten auf) durch eine allgemeine historische Einführung und die Beschreibung der beteiligten Parteien. In Pavia standen sich 1525 die Truppen Kaiser Karls V. und des französischen Königs Franz I. gegenüber. Die einzelnen Truppenteile werden nach Herkunft unterschieden kurz beschrieben. Auf Details der Ausrüstung wird nicht weiter eingegangen, die Erklärung von Taktiken und Formationen fällt reichlich oberflächlich aus. Immerhin erhellen die Zahlenverhältnisse aus dem Text des späteren Schlachtberichts.
Treffend dagegen sind die Charakterisierungen der anwesenden Führungspersönlichkeiten, v.a. des Kreises um König Franz.
Es folgt die historische Hinführung auf die Schlacht selbst. Die Erzählung verdichtet sich, je näher der Text an das Ereignis heranrückt. Sehr ausführlich und instruktiv wird dann der eigentliche Schlachtverlauf geschildert. Der Text wird erläutert durch zahlreiche Abbildungen, zum einen historische Darstellungen (mit Kommentaren zu deren jeweiliger Zuverlässigkeit) und reichem Kartenmaterial. Am eindrucksvollsten sind die Karten aus der Vogelperspektive, auf denen die Bewegungen der (schematisch dargestellten) Truppen auf dem zeichnerisch rekonstruierten Schlachtfeld nachvollzogen werden können. Einzelne Stationen der Schlacht wurden zudem vom Chefzeichner Graham Turner illustriert. Die meist doppelseitigen Bilder verschwinden leider teilweise in der Falz des Buches. Das ist besonders ärgerlich, weil entscheidende Momente gerade in der Mitte des Bildes dargestellt und damit kaum zu erkennen sind. Welche Bewegungen die kaiserlichen Truppen also durchführten, um zum Vernichtungsschlag gegen Franz' Gendarmes anzusetzen, oder eben die Inszenierung des dramatischen letzten Kampfes des französischen Königs sind so nur zu erahnen.
Der Band schließt mit einem Abschnitt "The Battlefield Today", den man bei einer Besichtigung vor Ort zu Rate ziehen kann, und dem für einschlägige Military Literature fast unvermeidlichen "Wargaming the Battle" - ein für uns Wargamer sehr anregender Teil; man bekommt große Lust, die dort gelieferten zur Umsetzung auf dem Spieltisch sofort auszuprobieren. Meinerseits scheitert das leider an der fehlenden Masse meiner Truppen.
Fazit: Ein trotz kleinerer Mängel (oberflächliche Truppenbeschreibung, Bilder von der Bindung verschluckt) ein ganz hervorragender Osprey-Band. Die Texte sind solide recherchiert, der Schlachtverlauf wird minutiös dargestellt und mit übersichtlichem Kartenmaterial erläutert und auch mit durchschnittlichen Englischkenntnissen erschließen sich die Inhalte schnell. Bei amazon.de ist das Büchlein derzeit mit EUR 15,95 ausgeschrieben - und damit keineswegs zu teuer für ein Buch mit im deutschen Sprachraum leider selten gewordenen Themenstellung. Auf jeden Fall eine prima Inspirationsquelle für den leidenschaftlichen Wargamer und eigentlich lesenswert für alle, die sich für die Epoche der Landsknechte begeistern.
KAUFBEFEHL!
PS: Hier nochmal die Daten (wer's auf dem Bild nicht erkennen kann ^^)
Angus Konstam u.a., Pavia 1525. The Climax of the Italian Wars (Campaign Series 44), Osprey Publishing, Wellingborough 1996 (und öfter).
24 April 2007
Immer schön auf'm Teppich...
Die letzten Tage waren ziemlich arbeitsintensiv, daher kam ich nicht wirklich oft zum Malen. Das Hobby könnte so schön sein, wenn nicht die verdammte Arbeit wäre... ;)
Außerdem habe ich mich endlich dazu durchgerungen, die eckigen Bases des Fußvolks durch runde zu ersetzen - jetzt heißt es natürlich: umbasieren!
Damit man mir das auch glaubt, hier mal ein Foto, das ich gerade beim Basteln geknipst habe:

Schöne Sauerei, mit Moltofill zu panschen; aber anders bekomme ich die Bases wohl nicht "auf Höhe" mit den Stegen der Figuren. Aber die Mühe ist es wohl wert. Ach ja, als Basenmaterial habe ich mich für Magnetfolie entschieden. Das Zeug ist schön flach und sorgt in einer Metallkiste für sicheren Halt beim Transport.
Wer genau hinschaut, wird vielleicht auch den ein oder anderen Neuzugang entdecken. Außerdem kann man noch ein paar andere Sünden erkennen... ;) Allerdings warte ich mit dem Ablichten noch, bis weitere fertig bemalte Miniaturen dazugekommen sind. Dann werde ich auch mal einen ersten Zwischenstand geben - nicht zuletzt, um mich selbst zu motivieren.
Für heute lasse ich es erstmal gut sein und werde mich meiner neuesten Errungenschaft widmen, dem Osprey-Büchlein über die Schlacht bei Pavia 1525. Auf den ersten Blick ziemlich inspirierend! :D
Genauere Rezension folgt bei Gelegenheit.
Außerdem habe ich mich endlich dazu durchgerungen, die eckigen Bases des Fußvolks durch runde zu ersetzen - jetzt heißt es natürlich: umbasieren!
Damit man mir das auch glaubt, hier mal ein Foto, das ich gerade beim Basteln geknipst habe:

Schöne Sauerei, mit Moltofill zu panschen; aber anders bekomme ich die Bases wohl nicht "auf Höhe" mit den Stegen der Figuren. Aber die Mühe ist es wohl wert. Ach ja, als Basenmaterial habe ich mich für Magnetfolie entschieden. Das Zeug ist schön flach und sorgt in einer Metallkiste für sicheren Halt beim Transport.
Wer genau hinschaut, wird vielleicht auch den ein oder anderen Neuzugang entdecken. Außerdem kann man noch ein paar andere Sünden erkennen... ;) Allerdings warte ich mit dem Ablichten noch, bis weitere fertig bemalte Miniaturen dazugekommen sind. Dann werde ich auch mal einen ersten Zwischenstand geben - nicht zuletzt, um mich selbst zu motivieren.
Für heute lasse ich es erstmal gut sein und werde mich meiner neuesten Errungenschaft widmen, dem Osprey-Büchlein über die Schlacht bei Pavia 1525. Auf den ersten Blick ziemlich inspirierend! :D
Genauere Rezension folgt bei Gelegenheit.
Abonnieren
Posts (Atom)





