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22 März 2008

Statisten-Casting (5)

Freie Tage soll man nutzen, und so hat das verlängerte Wochenende bereits Erfolge gezeitigt. Frisch vom Maltisch, die Gewinner der Auswahlrunde dieser Woche:


Da ist eine wirklich bunte Truppe zusammen gekommen. Streng genommen sind nur zwei echte Zivilisten darunter, nämlich der Herr links außen und der Herold in der Mitte. Dass die gleichen Figuren bereits in meinem Bestand vertreten sind, beweist allerdings, wie schwer es ist, ziviles Personal aufzutreiben...
Der Herold trägt (wie sein "baugleicher" Kollege demnächst endlich auch) einen heraldisch verzierten Tabard. Das Wappen ist ein Fantasieprodukt, enthält aber die Schildzeichen mehrerer in meiner Heimatgegend ansässiger Adelsgeschlechter. Eine genaue Aufzählung erspare ich dem geneigten Leser. ;)

Das Männlein rechts außen soll einen Knappen darstellen, der es aus irgendeinem Grund ziemlich eilig hat. Leider fiel mir nichts Sinniges ein, mit dem ich das blanke Schwert in seiner Rechten hätte ersetzen können. Dafür muss ich mir also eine Erklärung einfallen lassen. Etwas missglückt ist auch der Versuch, seine Kleidung mit eingewebten Mustern zu versehen. Zumindest auf dem Foto erkennt man schlicht nichts davon.

Ein besonderer Blickfang dürfte der martialisch aufgerüschte Technikus (2.v.l.) sein. Ursprünglich sollte das Modell eine weitere Kanonenstellung begleiten. Mit dem überdimensionierten Opernglas, so mein Gedanke, könnte sich aber auch das Turniergeschehen ganz hervorragend beobachten lassen. Und so erhält die Miniatur einen Ehrenplatz auf der herzoglichen Tribüne - wo man über so einen stattlichen, exotisch anmutenden Gast sicherlich hocherfreut aufschluchzen wird.

Apropos aufschluchzen: Mir fehlen immer noch ein paar Hofdamen, die wenigstens die besagte Tribüne bevölkern sollen. Ich kenne bislang nur die Modelle von Steve Barber (nicht in personam), bin mir aber ob deren Qualität noch unsicher. Nennung anderer möglicher Quellen wäre höchst willkommen!

Zum Abschluss noch der sehr vergnügliche Blick auf den Zuschauer-Counter, auf dem das Soll endlich in den einstelligen Bereich gerutscht ist:

25 Miniaturen abgearbeitet
6 Miniaturen to go

*froi* :D

10 Februar 2008

Statisten-Casting (3)

Immer wieder sonntags...


Puh, das war richtig knapp. Die Miniaturen habe ich kurz vor "Abgabetermin" zusammen gestöpselt, da in der Woche die Gesundheit nicht so mitgespielt hat und ich erst gestern wieder einigermaßen geradeaus gucken konnte. Das hat man davon, wenn man Karneval nicht feiert!

Diesmal fast nur alte Bekannte - der aufmerksame Blogbesucher wird zumindest drei von fünf Figuren wiedererkennen. Aber keine Sorge, es handelt sich wirklich um komplett neu bemalte Modelle!
Am meisten Spaß hatte ich wieder mal an dem dicken Mönch, den ich in dieser Inkarnation als Augustiner bemalt habe. Sollte ich noch einen passenden Hut finden, gestalte ich ihn noch zu einem Luther-Verschnitt um. Gewisse Ähnlichkeiten sind ja gegeben:


Dann noch eine historische Anmerkung für alle, die Pink & Rosa als "Frauenfarben" abtun: In vormoderner Zeit wurden diese Farben, vor allem im kriegerischen Milieu, von männlichen Jugendlichen getragen. Das kräftigere Rot blieb nämlich erwachsenen Männern vorbehalten. Der Landsknecht im rosa Kostüm mag daher vielleicht seine (erhaltene) Jugendlichkeit betonen.

Und zum Beweis, dass es voran geht, der aktuelle Blick auf den Zuschauer-Counter:

15 Miniaturen abgearbeitet
16 Miniaturen to go


Huzzah!

PS: Für die Bildqualität muss ich mich erneut entschuldigen. Entweder lässt die Kamera allmählich wirklich nach oder - was wahrscheinlicher ist - ich bin ein schlechter Fotograf.

03 Februar 2008

Statisten-Casting (2)

Auf zur zweiten Runde. In dieser Woche musste ich mich etwas ranhalten, um mein selbst gesetztes Soll zu erfüllen. Ab Mitte des Monats übernehme ich einen zusätzlichen Job, es könnte zukünftig also noch enger werden. Da mache ich mir aber lieber noch keine Gedanken drüber...


Dies Mal habe ich ein paar Frauen mehr ins Boot geholt. Ich bemühe mich ja um eine gute Mischung, damit das Malen nicht zu langweilig wird - immer nur grimmige Kerle zu bemalen, schadet auf Dauer dem Sozialverhalten. ;)
Leider ist die Auswahl nicht sonderlich groß, das habe ich ja schon des Öfteren bemängelt. Die Dame rechts außen z.B. wird in mindestens drei Inkarnationen auf dem Turniergelände auftauchen. Ich hoffe immer noch auf den großen Fund, der mir ein ganzes Sortiment an passenden ZivilistInnen eröffnet. Aber das wird wohl leider Wunschtraum bleiben...

Den beinahe obligatorischen Landsknecht habe ich, wie angedroht, als Knappen hergerichtet. Anstatt des Spießes trägt er nun die Lanze seines Herrn - ganz passend, wie ich finde. Beim nächsten Mal will ich mich an einem heraldisch markierten Mantel versuchen.

Angeregt durch Grimms Beitrag zu Frank Bauers "Tactica 08"-Platte (hier zu sehen: http://sweetwater.no-ip.info/viewtopic.php?t=4040&start=75) überlege ich aktuell, woher ich noch einige "Alte & Versehrte" bekomme. Das bisherige Saubermann-Image meines Turniers könnte ein paar Brechungen durchaus vertragen. Ein Anfang ist gemacht mit der zweiten Dame von links: Ihre Kleidung sollte abgetragen wirken und die Schuhe habe ich ihr auch ausgezogen - was sich in ihrem Mienenspiel äußert.
Tipps & Anregungen, wo und wie man weitere passende Modelle bekommt, sind hoch willkommen!

Ach ja, nicht vergessen, der Zuschauer-Counter:

10 Miniaturen abgearbeitet
21 Miniaturen to go

Ähm... es wird. :D

26 Januar 2008

Statisten-Casting (1)

Zehn Tage ist der letzte Beitrag schon wieder alt - herrje, tempus fugit! In dieser Woche wurde ich - neben dem realen Leben - vor allem durch ein paar Spätrömer abgelenkt, die ich seit einiger Zeit schon hier herumstehen habe und in diesem Jahr kontinuierlich "abarbeiten" will. Außerdem warten da noch die wunderschönen AWI-Figuren aus dem Hause Perry und, und, und - vielleicht mache ich demnächst mal ein Foto von dem bunten Durcheinander.

Immerhin sind aber auch einige der angekündigten Zuschauer für das Turnier herumgekommen. Hier die Ausbeute dieser Woche bzw. der letzten zwei Tage:


Bei dem Herrn ganz links habe ich noch nicht entschieden, als was genau er auftreten soll. Entweder drücke ich ihm eine Lanze in die Hand, damit er als Page/Knappe eines Ritters fungieren kann (siehe dazu auch das untere Cranach-Bild im Beitrag vom 12. Januar). Oder ich bastle einen Bierkrug zurecht, mit dem er sich die Wartezeit auf den nächsten Durchgang verkürzen kann. Diese Idee kam mir durch den zum Ruf geöffneten Mund des Modells - ich hätte noch zwei, drei Zechkumpane in ähnlicher Pose, die dann gemeinsam den Ritter ihrer Wahl anfeuern oder aber ein jugendgefährendes Trinklied anstimmen könnten...

Die Figuren haben gleich mehrere Premieren erlebt:
Zum einen habe ich an ihnen das angebliche Wundermittel von Dragon Colour ausprobiert, die so genannten Tauchgrundierung. Wer sich nichts drunter vorstellen kann, schaut am besten hier www.tiny-soldiers.com/index.php?page=DragonColor. Die Tests verliefen einigermaßen erfolgreich. Größter Vorteil dieser Grundierungsart besteht darin, dass sie wirklich das komplette Modell bedeckt und man nicht nacharbeiten muss. Außerdem ist die Methode relativ unkompliziert; zu dick aufgetragene Farbe sollte damit kein Problem mehr sein. Nachteilig finde ich allerdings den Glanz und den starken Abrieb. Der Glanz verhindert, dass ich mir nachträgliches Finelining ersparen kann, indem ich die schwarze Grundierung an einigen Stellen einfach stehen lasse. Vielleicht lässt sich das Problem aber auch durch den Auftrag von Mattlack beheben. Zu starkem Abrieb der Grundierung kam es beim Aufstellen der Miniaturen zum Trocknen - es ist ziemlich hakelig, die Modelle aus der Dose zu fischen und sie dann in eine möglichst aufrechte Position zu bringen, damit die überschüssige Farbe abtropfen kann. Auch hält die Farbe nicht so gut anderen unvermeidlichen oder zufälligen Berührungen stand. Darüber hinaus eignet sich diese Grundiermethode wohl nur bedingt für Massenproduktion; was mich bei einzelnen Turniermodellen aber nicht weiter bekümmert.

Zum anderen habe ich mir einen ganzen Satz Foundry-Farben zugelegt, um das berühmt-berüchtigte Drei-Farben-System endlich in größerem Umfang anwenden zu können. (Mein Dank geht an dieser Stelle an Michael von www.miniaturicum.de für den kundenorientierten Service.) Auch wenn ich noch einige Startschwierigkeiten habe - für manche Farbkombinationen muss ich mir noch ein paar Zwischentöne überlegen -, bin ich begeistert. Die vorgegebenen Schattierungen und Akzente erleichtern die Farbwahl erheblich. Mit etwas Übung und der herstellerübergreifenden Farbverwendung sollte sich auch eine spürbare Beschleunigung des Malvorgangs einstellen. Zudem stimmt einfach die Qualität der Farben, die manche GW-Suppe alt aussehen lässt (nichts gegen GW-Farben im Allgemeinen!).

Nun aber genug des Gelabers. Wenn es gut läuft, schaffe ich in den nächsten Tagen noch ein paar Miniaturen mehr. Mein Zuschauer-Counter zeigt nun:

5 Miniaturen abgearbeitet
26 Miniaturen to go

UFF!

Desweiteren will ich zusehen, ob ich nicht wenigstens schon mal die Planken für den Turnierplatz provisorisch zusammen zimmere. Eventuell kann man dann ein erstes, echtes Probespielchen einlegen, um die leidige Frage nach den Regeln zu klären...

PS: Das Design der obligatorischen Copyright-Zeile habe ich von Tankred geklaut - falls er auch darauf Rechtsanspruch erhebt, wird sie wieder ersetzt. ;)

15 Januar 2008

Al mein gelt verspilt

Im letzten Beitrag waren sie bereits zu sehen, jetzt ist gewissermaßen noch etwas Gras über die Sache gewachsen: die Karten spielenden Landsknechte. Ein paar Abriebstellen muss ich noch ausbessern, bevor der Lack drauf kommt, also nicht wundern.



Eine ziemlich typische Szene, glaubt man zeitgenössischen Berichten und Darstellungen. Die Landsknechte waren als notorische Trunken- und Raufbolde verschrien, die noch dazu ihr ziemlich unregelmäßiges Einkommen beim Würfel- oder Kartenspiel verprassten. Ob sich darin die Wirklichkeit oder eher Vorurteile spiegeln, ist kaum mehr zu klären. Mit Sicherheit waren die Sitten jener Landsknechte, die nicht nur vom Schlachtentod, sondern viel öfter von Hunger, Kälte, ausbleibendem Sold, Krankheit oder Verwundung bedroht waren, ziemlich rau. Allerdings traute man den umherziehenden ("reisigen") - und damit grundsätzlich verdächtigen Söldnern - auch so manche Schurkerei zu, die einem Eingesessenen nie eingefallen wäre. Leicht übersah und übersieht man nämlich, dass die meisten Landsknechte außerhalb der Saison, also vor allem in den Wintermonaten, zivileren Berufen, z.B. einem Handwerk, nachgingen.
Trotzdem haben vornehmlich Darstellungen wie diese unser Bild vom Landsknecht geprägt:



Einer würfelt mit dem Teufel (und verliert ganz offensichtlich), ein anderer betätigt sich als Gotteslästerer, indem er das Kruzifix bespuckt. Und da sprechen wir über Jugendkriminalität...
In den Rahmen eines Turniers passen solche Szenen natürlich auch. Die oben gezeigte Vignette stammt aus dem Hause Redoubt Miniatures. Sie steckt voller kleiner Details, die das Geschehen sehr schön einfangen, und letztlich den Ausschlag gaben, die Figuren zu erstehen. Denn stilistisch unterscheiden sich die Figuren stark von meinen geliebten Foundrys. Das Foto schont daher nichts!

Zum Ausgleich habe ich gleich darauf einen frühen Perry-Sculpt bemalen müssen. Sein Dasein hat er als Armbrustschütze aus der Spätmittelalter-Reihe von Foundry begonnen; ich habe ihn kurzerhand zum Falkner umgerüstet. Seine Pose passte dafür ungefähr und so betreut er nun die teuren Haustierchen eines ritterlichen Turnierteilnehmers (die Sitzstange mit weiteren Vögeln folgt). Der "Falke" stammt aus dem Gussrahmen der GW-Bretonen. Aufgrund seiner Größe habe ich ihn als Habicht bemalt (Ornithologen mögen mir Ungenauigkeiten verzeihen), da diese Tiere auch gern zur Beizjagd eingesetzt wurden, aber nicht so hochpreisig gehandelt wurden wie andere Beutegreifer.


Den braunen Stumpen, der das Gesicht des Falkners verunziert, ist eine Notlösung. Ich hab mich einfach nicht getraut, ihn wegzufeilen.

Ach ja, und noch einen Neuzugang will ich nicht zurückhalten. Dieser freundliche Herr im farbechten Dress wird sich in nächster Zeit beim Aufbau der weiteren Zelte nützlich machen.



An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an Frank Bauer!

28 Juli 2007

Laden & Schießen

Lange hat's gedauert, aber endlich bin ich wieder dazu gekommen, ein paar Miniaturen für das Turnier zu bemalen. Zwischenzeitlich wollte ich einfach nichts mehr vom 16. Jahrhundert wissen - was nach 6 Monaten intensiver Beschäftigung mit dieser Zeit wohl nicht weiter verwundern kann. Der Abschlussstress ist mit Abgabe meiner Arbeit natürlich noch nicht vorbei. Aber ich hoffe, nun wieder etwas mehr Muße zu finden, um an meinem Turnierprojekt zu basteln.

Diesmal hat es ein paar Landsknechte von Wargames Foundry getroffen, genauer gesagt einige Arkebusiere:



Ich finde diese Modelle ganz großartig - sie sind sehr lebendig, stimmig und unheimlich detailverliebt modelliert. Allein der Ablauf vom Befüllen der Arkebuse bis zum Abfeuern ist sehr realistisch getroffen - ich habe sie oben mal in der entsprechenden Reihenfolge platziert (2 und 3 könnten auch tauschen). Bei der Bemalung habe ich mich um größtmögliche Abwechslung bemüht, da Landsknechte ganz allgemein für ihr farbenprächtiges Erscheinungsbild berühmt waren. Als gemeinsames Erkennungszeichen habe ich ihnen aber weiße Kniebinden und Federn verpasst. Weiß war im Übrigen auch die Farbe der so genannten "Verlorenen Haufen", Himmelfahrtskommandos, die als Plänklerschirm vor den eigentlichen Gewalthaufen operierten.

Die hier gezeigten Arkebusiere gehören entweder zu einer Gruppe am Rande des Turniers, die sich mit Zielschießen vergnügt - oder sie kommen als "Ordnungshüter" ins Spiel, die ein bisschen Jagd auf Unruhestifter machen.

Demnächst mehr.

14 Mai 2007

Mehr Power!

Die Miniaturen, die ich Euch heute präsentieren kann, sind bei einem kleinen Test entstanden und sollen eigentlich nur notfalls im späteren Spiel auftauchen. Ich hatte vor einiger Zeit sehr günstig einen Haufen GW-Musketenschützen aus Plastik erstanden. Seitdem flogen sie bei mir im Schrank herum, bis ich mich vorgestern Abend entschloss, probehalber mal ein paar von den Jungs anzupinseln. Ich wollte einfach sehen, was man mit ein bisschen gutem Willen aus den Modellen rausholen kann - eins kann ich sagen: Plastikmist bleibt Plastikmist.
Dennoch war ich überrascht, dass vor allem über die Gesichter einiges zu machen ist. Okay, die Modelle sind immer noch nicht überragend (die grüne Hose z.B. werde ich nochmal überdenken müssen :D ). Aber falls sie halbwegs zu den Foundry-Arkebusieren passen, auf die ich gerade warte, schaffen sie es vielleicht doch noch aufs Spielfeld.

Hier könnt Ihr Euch ein eigenes Bild machen (diesmal nur ein Schnappschuss):



Desweiteren ist mir gestern abend die März-Ausgabe der Wargames Illustrated in die Hände gefallen. Beim Durchblättern habe ich eine Artikelserie entdeckt, die ich vorher wohl nur überflogen hatte. Darin wird ein Massenskirmish-System namens "Rebellion" vorgestellt. Setting und Figuren sind eng an den Film "Braveheart" angelehnt, also den Aufstand der Schotten unter William Wallace Ende des 13. Jahrhunderts. Die Regeln finde ich schonmal interessant, zumal auch ein gewisser rollenspielerischer Aspekt dabei ist. Einzig die geforderten verschiedenen Basegrößen finde ich noch etwas verwirrend. Aber ich werde das System definitiv mal ausprobieren - wer weiß, vielleicht kann ich es auch für mein Turnierszenario verwenden?
Dank der freundlichen Vermittlung von Tankred (auch als Initiator des Spieltrieb Frankfurt [siehe Links zu Freunden] und Admin von www.tabletop-hdr.de bekannt), der am Playtesting der Regeln beteiligt war, habe ich auch ein paar weitere Einblicke in das Regelwerk bekommen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön! :)

Demnächst mehr an dieser Stelle...

10 Mai 2007

Pumhardt von Speyer

Lang versprochen, nun ist sie auf die Schanze gerollt: meine erste Kanone.




Unschwer zu erkennen, handelt es sich um ein umfunktioniertes Games Workshop-Modell, zum Teil mit Originalbesatzung. Der Büchsenmeister vorne am Rohr bedient wohl eigentlich eine "Höllenfeuersalvenkanone" - aber dort, wo er jetzt steht, passt er ganz hervorragend hin, wie ich finde. Sein schwarzer Mantel ist seinem Beruf geschuldet - wer einmal versucht hat, Schwarzpulver aus der Kleidung zu waschen, weiß wovon ich spreche. Und wer nicht, probiere es aus. ;) Die anderen Besatzungsmitglieder sind da, scheint's, optimistischer. Um sie zusammengehörig wirken zu lassen, habe ich ihnen aber schwarze Hutfedern verpasst. Das obligatorische vierte Besatzumgsmitglied (wohl der Büchsenknabe) habe ich mir fürs Erste gespart, sonst wäre es wohl etwas voll geworden.




Die Kisten und Schanzkörbe sind Zusatzmaterialien aus dem Hause Front Rank (bis auf die Kugelbahre, die ist selbstgezimmert). Ich habe mich, soweit möglich, bei der Gestaltung an historische Vorbilder gehalten - natürlich fehlen einige Sachen wie Wassereimer, Schwämme, Schaufeln etc. Aber ich wollte es auch nicht übertreiben mit den Details. Die Verschanzung selbst ist reichlich sinnfrei, doch ich gehe davon aus, dass der Büchsenmeister und seine Jungs den Turnierbesuchern mal zeigen wollten, was sie so drauf haben. ;)




Historisch gesehen handelt es sich wohl um eine so genannte "Notbüchse" bzw. "kurze Kartaune" (für einen Basilisken ist das Rohr zu kurz). Das Ding ist also ein waschechtes Belagerungsgeschütz und dürfte der Stolz jedes Artillerieparks gewesen sein. Kein Wunder, dass der Herzog es für ein paar Salutschüsse hat vorfahren lassen!


Kanonen hatten damals meist sprechende bzw. lautmalerische Namen. In loser Analogie zu der Riesenwumme, die heute im Heeresgeschichtlichen Museum zu Wien zu bestaunen ist, habe ich das Kerlchen "Pumhardt von Speyer" genannt.

PS: Für alle, die noch Fehler oder ein leichtes Glänzen entdecken - ich setze mich morgen nochmal dran und werde das komplette Base nachbearbeiten und versiegeln. Heute war ich einfach nur glücklich, fertig zu sein und Fotos von meinem neuen Liebling machen zu können. :)

PPS: Das erste Feldgeschütz geht demnächst in die Produktion, diesmal eine Feldschlange - wer's schonmal nachschlagen will...

09 Oktober 2006

"Under construction"


Und gleich noch ein erster Blick auf die erste Kanone. Der geneigte Besucher mag mir beipflichten, dass es sich hierbei um ein augenscheinlich aufwändigeres Base handelt - und noch immer fehlen Details wie Wassereimer und Vermessungsinstrumente (die ich hoffentlich noch auftreiben kann) sowie natürlich ein Großteil der Bemalung. Dies nur, um dem eventuellen Vorwurf zuvorzukommen, ich läge auf der faulen Haut. ;)

09 September 2006

Fast fertig


Nach einer Woche Pause mal wieder etwas Neues für den Turnierplatz. Die Szenerie um den Kampf "ze biden handen" ist jetzt soweit fertig. Ich habe noch schnell einen Ersatzmann für den Träger der etwas späten Flamberge (siehe ersten Eintrag) fertig gestellt (GW) und einen zweiten Herold (Foundry) bemalt. Letzterer ist eigentlich noch nicht fertig, da das Wappen auf seinem Rock noch fehlt.

19 August 2006

Edelmann & Bettelmönch


Ein weiteres Pärchen ist fertiggestellt: Zum einen stürzt sich ein unerschrockener Bihandkämpfer (GW) in den Kampf und komplettiert so das erste Turniergefecht (siehe das zugehörige Modell vom Juli).
Zum anderen beäugt ein - offensichtlich lebensbejahender - Franziskanermönch (Foundry) etwas missvergnügt das Geschehen - ob er wohl gern im Kampfgetümmel mitmischen würde?

25 Juli 2006

Hauptmann


Hier nun das Bild von gestern. Es handelt sich ebenfalls um ein altes Mortheim-Modell aus meiner Sammlung, das ich wesentlich überarbeitet habe. Im Turnier wird dieser gerüstete Herr entweder als Hauptmann der Wache für Ordnung sorgen oder als abgesessener Ritter am Schwertkampf teilnehmen. Die rechte Hand wird vll. noch einen Schild halten.

23 Juli 2006

Bihandkämpfer I

Da es mir heute, trotz der gestrigen Abkühlung, einfach zu warm war und ich auch noch ein bisschen Arbeit zuhause hatte, habe ich mich dazu hinreißen lassen, einen Kämpen zu Fuß anzumalen. Eigentlich handelt es sich nur um die überarbeitete Version eines Modells, das zu meiner alten Mortheimbande gehört, genauer gesagt einem Bihandkämpfer der Reikländer. Aber letztlich war es dann doch mehr Arbeit als gedacht. Ich muss sagen, dass diese Figur zu meinen definitiven Favoriten zählt, was die Modellierung angeht - Dynamik, Ausdruck und Komposition sind schlicht, aber genial. Thematisch passt das Modell sehr gut in die Renaissance-Thematik, und da ich ohnehin einen kleinen Fechtplatz einbauen will...

Naja, das Base ist noch nicht fertig und auch nur als Vorabversion gedacht, mal sehen, was sich da noch verändern lässt.

Einstweilen war's das für heute. Ach ja, das Bild: