Immerhin sind aber auch einige der angekündigten Zuschauer für das Turnier herumgekommen. Hier die Ausbeute dieser Woche bzw. der letzten zwei Tage:

Bei dem Herrn ganz links habe ich noch nicht entschieden, als was genau er auftreten soll. Entweder drücke ich ihm eine Lanze in die Hand, damit er als Page/Knappe eines Ritters fungieren kann (siehe dazu auch das untere Cranach-Bild im Beitrag vom 12. Januar). Oder ich bastle einen Bierkrug zurecht, mit dem er sich die Wartezeit auf den nächsten Durchgang verkürzen kann. Diese Idee kam mir durch den zum Ruf geöffneten Mund des Modells - ich hätte noch zwei, drei Zechkumpane in ähnlicher Pose, die dann gemeinsam den Ritter ihrer Wahl anfeuern oder aber ein jugendgefährendes Trinklied anstimmen könnten...
Die Figuren haben gleich mehrere Premieren erlebt:
Zum einen habe ich an ihnen das angebliche Wundermittel von Dragon Colour ausprobiert, die so genannten Tauchgrundierung. Wer sich nichts drunter vorstellen kann, schaut am besten hier www.tiny-soldiers.com/index.php?page=DragonColor. Die Tests verliefen einigermaßen erfolgreich. Größter Vorteil dieser Grundierungsart besteht darin, dass sie wirklich das komplette Modell bedeckt und man nicht nacharbeiten muss. Außerdem ist die Methode relativ unkompliziert; zu dick aufgetragene Farbe sollte damit kein Problem mehr sein. Nachteilig finde ich allerdings den Glanz und den starken Abrieb. Der Glanz verhindert, dass ich mir nachträgliches Finelining ersparen kann, indem ich die schwarze Grundierung an einigen Stellen einfach stehen lasse. Vielleicht lässt sich das Problem aber auch durch den Auftrag von Mattlack beheben. Zu starkem Abrieb der Grundierung kam es beim Aufstellen der Miniaturen zum Trocknen - es ist ziemlich hakelig, die Modelle aus der Dose zu fischen und sie dann in eine möglichst aufrechte Position zu bringen, damit die überschüssige Farbe abtropfen kann. Auch hält die Farbe nicht so gut anderen unvermeidlichen oder zufälligen Berührungen stand. Darüber hinaus eignet sich diese Grundiermethode wohl nur bedingt für Massenproduktion; was mich bei einzelnen Turniermodellen aber nicht weiter bekümmert.
Zum anderen habe ich mir einen ganzen Satz Foundry-Farben zugelegt, um das berühmt-berüchtigte Drei-Farben-System endlich in größerem Umfang anwenden zu können. (Mein Dank geht an dieser Stelle an Michael von www.miniaturicum.de für den kundenorientierten Service.) Auch wenn ich noch einige Startschwierigkeiten habe - für manche Farbkombinationen muss ich mir noch ein paar Zwischentöne überlegen -, bin ich begeistert. Die vorgegebenen Schattierungen und Akzente erleichtern die Farbwahl erheblich. Mit etwas Übung und der herstellerübergreifenden Farbverwendung sollte sich auch eine spürbare Beschleunigung des Malvorgangs einstellen. Zudem stimmt einfach die Qualität der Farben, die manche GW-Suppe alt aussehen lässt (nichts gegen GW-Farben im Allgemeinen!).
Nun aber genug des Gelabers. Wenn es gut läuft, schaffe ich in den nächsten Tagen noch ein paar Miniaturen mehr. Mein Zuschauer-Counter zeigt nun:
5 Miniaturen abgearbeitet
26 Miniaturen to go
UFF!
Desweiteren will ich zusehen, ob ich nicht wenigstens schon mal die Planken für den Turnierplatz provisorisch zusammen zimmere. Eventuell kann man dann ein erstes, echtes Probespielchen einlegen, um die leidige Frage nach den Regeln zu klären...
PS: Das Design der obligatorischen Copyright-Zeile habe ich von Tankred geklaut - falls er auch darauf Rechtsanspruch erhebt, wird sie wieder ersetzt. ;)
1 Kommentar:
Who makes the figures in your posts Statisten Casting- 1-5?
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