Mal eine kurze Rückmeldung zwischendurch. Leider hat mich die Magisterarbeit fest im Griff. Ich bin zwar schon auf den letzten Metern und habe noch etwas Zeit bis zur Abgabe, aber diese Frist will ich eigentlich nicht ausreizen. Daher stecke ich derzeit alle Energie ins Schreiben. Das wenige, was fürs Malen übrig bleibt, geht dann für ein Geburtstagsgeschenk drauf, das ich noch fertig stellen muss - einen aufwändig zu gestaltenden *buhpfui* Cybot der Firma Forgeworld. Anders bekommt man die Leute auch nicht zum Spielen. ;)
Aber nicht verzagen: Immerhin konnte ich meine Vorräte an Miniaturen wieder aufstocken (nicht, dass ich zu wenig davon hätte) und habe mich gestern schonmal dem Entgraten gewidmet. Wenn ich jetzt gleich nach der Pause noch gut vorankomme, gehen die nächsten Figuren heute abend in die Lackiererei zum Grundieren.
24 Mai 2007
14 Mai 2007
Unsere Armee soll schöner werden
Noch ein kleiner Nachtrag:
Ich habe rechts unter "Links zum Thema" Phil Olleys Warcabinet verlinkt. Wenn Ihr eine richtig tolle Landsknechtsarmee aus 28mm-Modellen in Aktion sehen wollt, schaut vorbei.
Hut ab vor so einer schönen Truppe!
Übrigens hat der gute Phil auch ein paar GW-Modelle zweckentfremdet, darunter auch die hier gezeigten Musketiere/Arkebusiere.
Ich habe rechts unter "Links zum Thema" Phil Olleys Warcabinet verlinkt. Wenn Ihr eine richtig tolle Landsknechtsarmee aus 28mm-Modellen in Aktion sehen wollt, schaut vorbei.
Hut ab vor so einer schönen Truppe!
Übrigens hat der gute Phil auch ein paar GW-Modelle zweckentfremdet, darunter auch die hier gezeigten Musketiere/Arkebusiere.
Mehr Power!
Die Miniaturen, die ich Euch heute präsentieren kann, sind bei einem kleinen Test entstanden und sollen eigentlich nur notfalls im späteren Spiel auftauchen. Ich hatte vor einiger Zeit sehr günstig einen Haufen GW-Musketenschützen aus Plastik erstanden. Seitdem flogen sie bei mir im Schrank herum, bis ich mich vorgestern Abend entschloss, probehalber mal ein paar von den Jungs anzupinseln. Ich wollte einfach sehen, was man mit ein bisschen gutem Willen aus den Modellen rausholen kann - eins kann ich sagen: Plastikmist bleibt Plastikmist.
Dennoch war ich überrascht, dass vor allem über die Gesichter einiges zu machen ist. Okay, die Modelle sind immer noch nicht überragend (die grüne Hose z.B. werde ich nochmal überdenken müssen :D ). Aber falls sie halbwegs zu den Foundry-Arkebusieren passen, auf die ich gerade warte, schaffen sie es vielleicht doch noch aufs Spielfeld.
Hier könnt Ihr Euch ein eigenes Bild machen (diesmal nur ein Schnappschuss):

Desweiteren ist mir gestern abend die März-Ausgabe der Wargames Illustrated in die Hände gefallen. Beim Durchblättern habe ich eine Artikelserie entdeckt, die ich vorher wohl nur überflogen hatte. Darin wird ein Massenskirmish-System namens "Rebellion" vorgestellt. Setting und Figuren sind eng an den Film "Braveheart" angelehnt, also den Aufstand der Schotten unter William Wallace Ende des 13. Jahrhunderts. Die Regeln finde ich schonmal interessant, zumal auch ein gewisser rollenspielerischer Aspekt dabei ist. Einzig die geforderten verschiedenen Basegrößen finde ich noch etwas verwirrend. Aber ich werde das System definitiv mal ausprobieren - wer weiß, vielleicht kann ich es auch für mein Turnierszenario verwenden?
Dank der freundlichen Vermittlung von Tankred (auch als Initiator des Spieltrieb Frankfurt [siehe Links zu Freunden] und Admin von www.tabletop-hdr.de bekannt), der am Playtesting der Regeln beteiligt war, habe ich auch ein paar weitere Einblicke in das Regelwerk bekommen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön! :)
Demnächst mehr an dieser Stelle...
Dennoch war ich überrascht, dass vor allem über die Gesichter einiges zu machen ist. Okay, die Modelle sind immer noch nicht überragend (die grüne Hose z.B. werde ich nochmal überdenken müssen :D ). Aber falls sie halbwegs zu den Foundry-Arkebusieren passen, auf die ich gerade warte, schaffen sie es vielleicht doch noch aufs Spielfeld.
Hier könnt Ihr Euch ein eigenes Bild machen (diesmal nur ein Schnappschuss):

Desweiteren ist mir gestern abend die März-Ausgabe der Wargames Illustrated in die Hände gefallen. Beim Durchblättern habe ich eine Artikelserie entdeckt, die ich vorher wohl nur überflogen hatte. Darin wird ein Massenskirmish-System namens "Rebellion" vorgestellt. Setting und Figuren sind eng an den Film "Braveheart" angelehnt, also den Aufstand der Schotten unter William Wallace Ende des 13. Jahrhunderts. Die Regeln finde ich schonmal interessant, zumal auch ein gewisser rollenspielerischer Aspekt dabei ist. Einzig die geforderten verschiedenen Basegrößen finde ich noch etwas verwirrend. Aber ich werde das System definitiv mal ausprobieren - wer weiß, vielleicht kann ich es auch für mein Turnierszenario verwenden?
Dank der freundlichen Vermittlung von Tankred (auch als Initiator des Spieltrieb Frankfurt [siehe Links zu Freunden] und Admin von www.tabletop-hdr.de bekannt), der am Playtesting der Regeln beteiligt war, habe ich auch ein paar weitere Einblicke in das Regelwerk bekommen. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön! :)
Demnächst mehr an dieser Stelle...
10 Mai 2007
Pumhardt von Speyer
Lang versprochen, nun ist sie auf die Schanze gerollt: meine erste Kanone.
Unschwer zu erkennen, handelt es sich um ein umfunktioniertes Games Workshop-Modell, zum Teil mit Originalbesatzung. Der Büchsenmeister vorne am Rohr bedient wohl eigentlich eine "Höllenfeuersalvenkanone" - aber dort, wo er jetzt steht, passt er ganz hervorragend hin, wie ich finde. Sein schwarzer Mantel ist seinem Beruf geschuldet - wer einmal versucht hat, Schwarzpulver aus der Kleidung zu waschen, weiß wovon ich spreche. Und wer nicht, probiere es aus. ;) Die anderen Besatzungsmitglieder sind da, scheint's, optimistischer. Um sie zusammengehörig wirken zu lassen, habe ich ihnen aber schwarze Hutfedern verpasst. Das obligatorische vierte Besatzumgsmitglied (wohl der Büchsenknabe) habe ich mir fürs Erste gespart, sonst wäre es wohl etwas voll geworden.
Die Kisten und Schanzkörbe sind Zusatzmaterialien aus dem Hause Front Rank (bis auf die Kugelbahre, die ist selbstgezimmert). Ich habe mich, soweit möglich, bei der Gestaltung an historische Vorbilder gehalten - natürlich fehlen einige Sachen wie Wassereimer, Schwämme, Schaufeln etc. Aber ich wollte es auch nicht übertreiben mit den Details. Die Verschanzung selbst ist reichlich sinnfrei, doch ich gehe davon aus, dass der Büchsenmeister und seine Jungs den Turnierbesuchern mal zeigen wollten, was sie so drauf haben. ;)
Historisch gesehen handelt es sich wohl um eine so genannte "Notbüchse" bzw. "kurze Kartaune" (für einen Basilisken ist das Rohr zu kurz). Das Ding ist also ein waschechtes Belagerungsgeschütz und dürfte der Stolz jedes Artillerieparks gewesen sein. Kein Wunder, dass der Herzog es für ein paar Salutschüsse hat vorfahren lassen!
Kanonen hatten damals meist sprechende bzw. lautmalerische Namen. In loser Analogie zu der Riesenwumme, die heute im Heeresgeschichtlichen Museum zu Wien zu bestaunen ist, habe ich das Kerlchen "Pumhardt von Speyer" genannt.
PS: Für alle, die noch Fehler oder ein leichtes Glänzen entdecken - ich setze mich morgen nochmal dran und werde das komplette Base nachbearbeiten und versiegeln. Heute war ich einfach nur glücklich, fertig zu sein und Fotos von meinem neuen Liebling machen zu können. :)
PPS: Das erste Feldgeschütz geht demnächst in die Produktion, diesmal eine Feldschlange - wer's schonmal nachschlagen will...
06 Mai 2007
Ist etwa Weibsvolk anwesend?
Für alle, die nach dem ganzen Text schon wieder nach Bildern lechzen, hier mal ein kleines Update:
Der Herr auf der rechten Seite dürfte evtl. schon auf dem letzten Foto zu erkennen gewesen sein. Die beiden Damen habe ich gestern abend in aller Eile fertiggestellt - wiederum habe ich mich bei den Details auf die Gesichter beschränkt und die Kleidung mit ein paar deutlicheren Akzenten versehen. Merkwürdigerweise scheinen weibliche Gesichter den Miniaturendesignern nicht so zu liegen, denn meist wirken sie auf mich viel zu hart oder aber irgendwie "verzogen". Vielleicht hab ich aber einfach nur das Geheimnis schöner Frauen noch nicht gefunden. :D
Ach ja, alle drei Figuren stammen aus der "High Medieval"-Reihe von Foundry.
Ich darf zugleich bekannt geben, dass auch die erste Kanone ihrer Fertigstellung entgegen geht. Mit tatkräfttiger Hilfe aus dem Sweetwater-Forum habe ich einen Bodeneffekt ausgetüftelt, der mir sehr gut gefällt und wohl auf alle weiteren Bases übertragen wird. Derzeit warte ich noch auf ein paar Kleinteile, die ich zur Verzierung der Kanonenbase brauche - deshalb hier nur eine Art Preview auf das Rohbase:
Ganz zufrieden bin ich noch nicht; vor allem das Holz bereitet mir Probleme. Aber besser, ich mache hier meine Erfahrungen, als dass ich später bei den richtigen Aufbauten (aus Holz) scheitere. Kritik, Lob und Vorschläge sind hier wie in meinem Thread im Sweetwater-Forum natürlich gern gesehen!
03 Mai 2007
Rezension: Pavia 1525

Heute also mal, wie bereits angekündigt, die Rezension eines Buches zum Thema: Pavia 1525, erschienen bei Osprey Publishing.
Die Osprey-Hefte dürften den meisten bekannt sein. Falls nicht: Ospreys behandeln militärhistorische Themen aller Art und sind vor allem für ihre zahlreichen Abbildungen und Rekonstruktionszeichnungen bekannt. In Wargamer-Kreisen sind sie daher v.a. als Bemalvorlage beliebt. Die Qualität schwankt zum Teil erheblich, wobei fast alle neueren Hefte sich durch besser recherchierte Texte und Bilder auszeichnen. Es gibt verschiedene Serien; der hier vorgestellte Band stammt aus der Campaign-Reihe (Band 44), in der berühmte Schlachten - wiederum aller Epochen - detailliert beschrieben werden.
Eingeleitet wird das Büchlein (immerhin 96 Seiten - andere Ospreys warten mit durchschnittlich 48 Seiten auf) durch eine allgemeine historische Einführung und die Beschreibung der beteiligten Parteien. In Pavia standen sich 1525 die Truppen Kaiser Karls V. und des französischen Königs Franz I. gegenüber. Die einzelnen Truppenteile werden nach Herkunft unterschieden kurz beschrieben. Auf Details der Ausrüstung wird nicht weiter eingegangen, die Erklärung von Taktiken und Formationen fällt reichlich oberflächlich aus. Immerhin erhellen die Zahlenverhältnisse aus dem Text des späteren Schlachtberichts.
Treffend dagegen sind die Charakterisierungen der anwesenden Führungspersönlichkeiten, v.a. des Kreises um König Franz.
Es folgt die historische Hinführung auf die Schlacht selbst. Die Erzählung verdichtet sich, je näher der Text an das Ereignis heranrückt. Sehr ausführlich und instruktiv wird dann der eigentliche Schlachtverlauf geschildert. Der Text wird erläutert durch zahlreiche Abbildungen, zum einen historische Darstellungen (mit Kommentaren zu deren jeweiliger Zuverlässigkeit) und reichem Kartenmaterial. Am eindrucksvollsten sind die Karten aus der Vogelperspektive, auf denen die Bewegungen der (schematisch dargestellten) Truppen auf dem zeichnerisch rekonstruierten Schlachtfeld nachvollzogen werden können. Einzelne Stationen der Schlacht wurden zudem vom Chefzeichner Graham Turner illustriert. Die meist doppelseitigen Bilder verschwinden leider teilweise in der Falz des Buches. Das ist besonders ärgerlich, weil entscheidende Momente gerade in der Mitte des Bildes dargestellt und damit kaum zu erkennen sind. Welche Bewegungen die kaiserlichen Truppen also durchführten, um zum Vernichtungsschlag gegen Franz' Gendarmes anzusetzen, oder eben die Inszenierung des dramatischen letzten Kampfes des französischen Königs sind so nur zu erahnen.
Der Band schließt mit einem Abschnitt "The Battlefield Today", den man bei einer Besichtigung vor Ort zu Rate ziehen kann, und dem für einschlägige Military Literature fast unvermeidlichen "Wargaming the Battle" - ein für uns Wargamer sehr anregender Teil; man bekommt große Lust, die dort gelieferten zur Umsetzung auf dem Spieltisch sofort auszuprobieren. Meinerseits scheitert das leider an der fehlenden Masse meiner Truppen.
Fazit: Ein trotz kleinerer Mängel (oberflächliche Truppenbeschreibung, Bilder von der Bindung verschluckt) ein ganz hervorragender Osprey-Band. Die Texte sind solide recherchiert, der Schlachtverlauf wird minutiös dargestellt und mit übersichtlichem Kartenmaterial erläutert und auch mit durchschnittlichen Englischkenntnissen erschließen sich die Inhalte schnell. Bei amazon.de ist das Büchlein derzeit mit EUR 15,95 ausgeschrieben - und damit keineswegs zu teuer für ein Buch mit im deutschen Sprachraum leider selten gewordenen Themenstellung. Auf jeden Fall eine prima Inspirationsquelle für den leidenschaftlichen Wargamer und eigentlich lesenswert für alle, die sich für die Epoche der Landsknechte begeistern.
KAUFBEFEHL!
PS: Hier nochmal die Daten (wer's auf dem Bild nicht erkennen kann ^^)
Angus Konstam u.a., Pavia 1525. The Climax of the Italian Wars (Campaign Series 44), Osprey Publishing, Wellingborough 1996 (und öfter).
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