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22 März 2008

Statisten-Casting (5)

Freie Tage soll man nutzen, und so hat das verlängerte Wochenende bereits Erfolge gezeitigt. Frisch vom Maltisch, die Gewinner der Auswahlrunde dieser Woche:


Da ist eine wirklich bunte Truppe zusammen gekommen. Streng genommen sind nur zwei echte Zivilisten darunter, nämlich der Herr links außen und der Herold in der Mitte. Dass die gleichen Figuren bereits in meinem Bestand vertreten sind, beweist allerdings, wie schwer es ist, ziviles Personal aufzutreiben...
Der Herold trägt (wie sein "baugleicher" Kollege demnächst endlich auch) einen heraldisch verzierten Tabard. Das Wappen ist ein Fantasieprodukt, enthält aber die Schildzeichen mehrerer in meiner Heimatgegend ansässiger Adelsgeschlechter. Eine genaue Aufzählung erspare ich dem geneigten Leser. ;)

Das Männlein rechts außen soll einen Knappen darstellen, der es aus irgendeinem Grund ziemlich eilig hat. Leider fiel mir nichts Sinniges ein, mit dem ich das blanke Schwert in seiner Rechten hätte ersetzen können. Dafür muss ich mir also eine Erklärung einfallen lassen. Etwas missglückt ist auch der Versuch, seine Kleidung mit eingewebten Mustern zu versehen. Zumindest auf dem Foto erkennt man schlicht nichts davon.

Ein besonderer Blickfang dürfte der martialisch aufgerüschte Technikus (2.v.l.) sein. Ursprünglich sollte das Modell eine weitere Kanonenstellung begleiten. Mit dem überdimensionierten Opernglas, so mein Gedanke, könnte sich aber auch das Turniergeschehen ganz hervorragend beobachten lassen. Und so erhält die Miniatur einen Ehrenplatz auf der herzoglichen Tribüne - wo man über so einen stattlichen, exotisch anmutenden Gast sicherlich hocherfreut aufschluchzen wird.

Apropos aufschluchzen: Mir fehlen immer noch ein paar Hofdamen, die wenigstens die besagte Tribüne bevölkern sollen. Ich kenne bislang nur die Modelle von Steve Barber (nicht in personam), bin mir aber ob deren Qualität noch unsicher. Nennung anderer möglicher Quellen wäre höchst willkommen!

Zum Abschluss noch der sehr vergnügliche Blick auf den Zuschauer-Counter, auf dem das Soll endlich in den einstelligen Bereich gerutscht ist:

25 Miniaturen abgearbeitet
6 Miniaturen to go

*froi* :D

17 Februar 2008

Statisten-Casting (4) und hoch zu Ross

Auch wenn es diese Woche etwas drunter und drüber ging, sind wenigstens ein paar Miniaturen fertig geworden. Ich habe mir nun einen Satz Figuren der Firma Graven Images vorgenommen, auf die ich vor einiger Zeit mehr zufällig gestoßen bin. Genauer gesagt handelt es sich um Miniaturen der hier verlinkten "Border Reivers"-Reihe. Eigentlich sind die Modelle dieses Themas zu spät (sie bilden das frühe 17. Jahrhundert ab); bei einigen Zivilisten kann man aber ein Auge zudrücken.
Die Figuren sind recht hübsch modelliert, dabei nicht übermäßig detailliert. Problematisch ist nur ihre Größe: Manch ältere Foundry-Figuren überragen sie um mehr als einen Kopf, dazu sind sie deutlich bulliger. Gerade bei den weiblichen Figuren wirkt das schon etwas komisch. Ich hoffe einfach, dass ich sie später auf der Platte so verteilen kann, dass diese Unterschiede nicht weiter ins Gewicht fallen.

Im Folgenden also die ersten beiden von fünf Modellen, die ich zu bemalen gedenke.

Man wird bemerken, dass ich eine echte Vorliebe für Geistliche entwickle. Denn wie es scheint sind diese Miniaturen meist echte Charakterköpfe. Der hier abgebildete Herr firmiert im Katalog als "The Bishop"; das ursprüngliche Schwert in seiner Rechten fand ich dann aber doch zu martialisch und habe es kurzerhand durch ein Kruzifix ersetzt - non arma, sed verbo! Als eventueller Vorbote der Reformation (man beachte den "Laienkelch") trägt er protestantisches Schwarz.
Etwas emotional bewegter zeigt sich die Dame links: Offenbar hat sie nicht erwartet, dass die Ritter es beim Turnier ordentlich krachen lassen... Mit ihrem Kleid bin ich unzufrieden. Die Figur ist für eine spätere Bearbeitung vorgemerkt - für jetzt ging es mir erstmal um die Fertigstellung. Am Gesicht erkennt man die z.T. schlichte Modellierung. Hier Konturen hineinzubringen, war schwieriger als gedacht und ist vielleicht auch nicht ganz gelungen.

Der Zuschauer-Counter zeigt damit:

17 Miniaturen abgearbeitet
14 Miniaturen to go


Naja...

Damit nun aber die Enttäuschung nicht zu groß ist, habe ich quasi zwischendurch noch die Bemalung eines weiteren Ritters abgeschlossen - hoffentlich zur Freude einiger Besucher:


Das Modell bildet eigentlich einen französischen Gens d'Armes ab, zu erkennen an der Mode des über der Rüstung getragenen Leibrock. Bei der Bemalung des Rossharnischs habe ich wiederum an der Darstellung von gemustertem Stoff als Bezugsmaterial versucht. Idee und Vorlage stammen aus Ausgabe 10 des Magazins Wargames: Soldiers & Strategy, das sich schwerpunktmäßig mit der Schlacht von Pavia beschäftigt (eine Besprechung lasse ich vielleicht folgen).
Warum seine Lanze abgebrochen ist und er als einer der wenigen Ritter einen Schild trägt, sei an dieser Stelle noch nicht verraten... ;)

10 Februar 2008

Statisten-Casting (3)

Immer wieder sonntags...


Puh, das war richtig knapp. Die Miniaturen habe ich kurz vor "Abgabetermin" zusammen gestöpselt, da in der Woche die Gesundheit nicht so mitgespielt hat und ich erst gestern wieder einigermaßen geradeaus gucken konnte. Das hat man davon, wenn man Karneval nicht feiert!

Diesmal fast nur alte Bekannte - der aufmerksame Blogbesucher wird zumindest drei von fünf Figuren wiedererkennen. Aber keine Sorge, es handelt sich wirklich um komplett neu bemalte Modelle!
Am meisten Spaß hatte ich wieder mal an dem dicken Mönch, den ich in dieser Inkarnation als Augustiner bemalt habe. Sollte ich noch einen passenden Hut finden, gestalte ich ihn noch zu einem Luther-Verschnitt um. Gewisse Ähnlichkeiten sind ja gegeben:


Dann noch eine historische Anmerkung für alle, die Pink & Rosa als "Frauenfarben" abtun: In vormoderner Zeit wurden diese Farben, vor allem im kriegerischen Milieu, von männlichen Jugendlichen getragen. Das kräftigere Rot blieb nämlich erwachsenen Männern vorbehalten. Der Landsknecht im rosa Kostüm mag daher vielleicht seine (erhaltene) Jugendlichkeit betonen.

Und zum Beweis, dass es voran geht, der aktuelle Blick auf den Zuschauer-Counter:

15 Miniaturen abgearbeitet
16 Miniaturen to go


Huzzah!

PS: Für die Bildqualität muss ich mich erneut entschuldigen. Entweder lässt die Kamera allmählich wirklich nach oder - was wahrscheinlicher ist - ich bin ein schlechter Fotograf.

03 Februar 2008

Statisten-Casting (2)

Auf zur zweiten Runde. In dieser Woche musste ich mich etwas ranhalten, um mein selbst gesetztes Soll zu erfüllen. Ab Mitte des Monats übernehme ich einen zusätzlichen Job, es könnte zukünftig also noch enger werden. Da mache ich mir aber lieber noch keine Gedanken drüber...


Dies Mal habe ich ein paar Frauen mehr ins Boot geholt. Ich bemühe mich ja um eine gute Mischung, damit das Malen nicht zu langweilig wird - immer nur grimmige Kerle zu bemalen, schadet auf Dauer dem Sozialverhalten. ;)
Leider ist die Auswahl nicht sonderlich groß, das habe ich ja schon des Öfteren bemängelt. Die Dame rechts außen z.B. wird in mindestens drei Inkarnationen auf dem Turniergelände auftauchen. Ich hoffe immer noch auf den großen Fund, der mir ein ganzes Sortiment an passenden ZivilistInnen eröffnet. Aber das wird wohl leider Wunschtraum bleiben...

Den beinahe obligatorischen Landsknecht habe ich, wie angedroht, als Knappen hergerichtet. Anstatt des Spießes trägt er nun die Lanze seines Herrn - ganz passend, wie ich finde. Beim nächsten Mal will ich mich an einem heraldisch markierten Mantel versuchen.

Angeregt durch Grimms Beitrag zu Frank Bauers "Tactica 08"-Platte (hier zu sehen: http://sweetwater.no-ip.info/viewtopic.php?t=4040&start=75) überlege ich aktuell, woher ich noch einige "Alte & Versehrte" bekomme. Das bisherige Saubermann-Image meines Turniers könnte ein paar Brechungen durchaus vertragen. Ein Anfang ist gemacht mit der zweiten Dame von links: Ihre Kleidung sollte abgetragen wirken und die Schuhe habe ich ihr auch ausgezogen - was sich in ihrem Mienenspiel äußert.
Tipps & Anregungen, wo und wie man weitere passende Modelle bekommt, sind hoch willkommen!

Ach ja, nicht vergessen, der Zuschauer-Counter:

10 Miniaturen abgearbeitet
21 Miniaturen to go

Ähm... es wird. :D

26 Januar 2008

Statisten-Casting (1)

Zehn Tage ist der letzte Beitrag schon wieder alt - herrje, tempus fugit! In dieser Woche wurde ich - neben dem realen Leben - vor allem durch ein paar Spätrömer abgelenkt, die ich seit einiger Zeit schon hier herumstehen habe und in diesem Jahr kontinuierlich "abarbeiten" will. Außerdem warten da noch die wunderschönen AWI-Figuren aus dem Hause Perry und, und, und - vielleicht mache ich demnächst mal ein Foto von dem bunten Durcheinander.

Immerhin sind aber auch einige der angekündigten Zuschauer für das Turnier herumgekommen. Hier die Ausbeute dieser Woche bzw. der letzten zwei Tage:


Bei dem Herrn ganz links habe ich noch nicht entschieden, als was genau er auftreten soll. Entweder drücke ich ihm eine Lanze in die Hand, damit er als Page/Knappe eines Ritters fungieren kann (siehe dazu auch das untere Cranach-Bild im Beitrag vom 12. Januar). Oder ich bastle einen Bierkrug zurecht, mit dem er sich die Wartezeit auf den nächsten Durchgang verkürzen kann. Diese Idee kam mir durch den zum Ruf geöffneten Mund des Modells - ich hätte noch zwei, drei Zechkumpane in ähnlicher Pose, die dann gemeinsam den Ritter ihrer Wahl anfeuern oder aber ein jugendgefährendes Trinklied anstimmen könnten...

Die Figuren haben gleich mehrere Premieren erlebt:
Zum einen habe ich an ihnen das angebliche Wundermittel von Dragon Colour ausprobiert, die so genannten Tauchgrundierung. Wer sich nichts drunter vorstellen kann, schaut am besten hier www.tiny-soldiers.com/index.php?page=DragonColor. Die Tests verliefen einigermaßen erfolgreich. Größter Vorteil dieser Grundierungsart besteht darin, dass sie wirklich das komplette Modell bedeckt und man nicht nacharbeiten muss. Außerdem ist die Methode relativ unkompliziert; zu dick aufgetragene Farbe sollte damit kein Problem mehr sein. Nachteilig finde ich allerdings den Glanz und den starken Abrieb. Der Glanz verhindert, dass ich mir nachträgliches Finelining ersparen kann, indem ich die schwarze Grundierung an einigen Stellen einfach stehen lasse. Vielleicht lässt sich das Problem aber auch durch den Auftrag von Mattlack beheben. Zu starkem Abrieb der Grundierung kam es beim Aufstellen der Miniaturen zum Trocknen - es ist ziemlich hakelig, die Modelle aus der Dose zu fischen und sie dann in eine möglichst aufrechte Position zu bringen, damit die überschüssige Farbe abtropfen kann. Auch hält die Farbe nicht so gut anderen unvermeidlichen oder zufälligen Berührungen stand. Darüber hinaus eignet sich diese Grundiermethode wohl nur bedingt für Massenproduktion; was mich bei einzelnen Turniermodellen aber nicht weiter bekümmert.

Zum anderen habe ich mir einen ganzen Satz Foundry-Farben zugelegt, um das berühmt-berüchtigte Drei-Farben-System endlich in größerem Umfang anwenden zu können. (Mein Dank geht an dieser Stelle an Michael von www.miniaturicum.de für den kundenorientierten Service.) Auch wenn ich noch einige Startschwierigkeiten habe - für manche Farbkombinationen muss ich mir noch ein paar Zwischentöne überlegen -, bin ich begeistert. Die vorgegebenen Schattierungen und Akzente erleichtern die Farbwahl erheblich. Mit etwas Übung und der herstellerübergreifenden Farbverwendung sollte sich auch eine spürbare Beschleunigung des Malvorgangs einstellen. Zudem stimmt einfach die Qualität der Farben, die manche GW-Suppe alt aussehen lässt (nichts gegen GW-Farben im Allgemeinen!).

Nun aber genug des Gelabers. Wenn es gut läuft, schaffe ich in den nächsten Tagen noch ein paar Miniaturen mehr. Mein Zuschauer-Counter zeigt nun:

5 Miniaturen abgearbeitet
26 Miniaturen to go

UFF!

Desweiteren will ich zusehen, ob ich nicht wenigstens schon mal die Planken für den Turnierplatz provisorisch zusammen zimmere. Eventuell kann man dann ein erstes, echtes Probespielchen einlegen, um die leidige Frage nach den Regeln zu klären...

PS: Das Design der obligatorischen Copyright-Zeile habe ich von Tankred geklaut - falls er auch darauf Rechtsanspruch erhebt, wird sie wieder ersetzt. ;)

15 Januar 2008

Al mein gelt verspilt

Im letzten Beitrag waren sie bereits zu sehen, jetzt ist gewissermaßen noch etwas Gras über die Sache gewachsen: die Karten spielenden Landsknechte. Ein paar Abriebstellen muss ich noch ausbessern, bevor der Lack drauf kommt, also nicht wundern.



Eine ziemlich typische Szene, glaubt man zeitgenössischen Berichten und Darstellungen. Die Landsknechte waren als notorische Trunken- und Raufbolde verschrien, die noch dazu ihr ziemlich unregelmäßiges Einkommen beim Würfel- oder Kartenspiel verprassten. Ob sich darin die Wirklichkeit oder eher Vorurteile spiegeln, ist kaum mehr zu klären. Mit Sicherheit waren die Sitten jener Landsknechte, die nicht nur vom Schlachtentod, sondern viel öfter von Hunger, Kälte, ausbleibendem Sold, Krankheit oder Verwundung bedroht waren, ziemlich rau. Allerdings traute man den umherziehenden ("reisigen") - und damit grundsätzlich verdächtigen Söldnern - auch so manche Schurkerei zu, die einem Eingesessenen nie eingefallen wäre. Leicht übersah und übersieht man nämlich, dass die meisten Landsknechte außerhalb der Saison, also vor allem in den Wintermonaten, zivileren Berufen, z.B. einem Handwerk, nachgingen.
Trotzdem haben vornehmlich Darstellungen wie diese unser Bild vom Landsknecht geprägt:



Einer würfelt mit dem Teufel (und verliert ganz offensichtlich), ein anderer betätigt sich als Gotteslästerer, indem er das Kruzifix bespuckt. Und da sprechen wir über Jugendkriminalität...
In den Rahmen eines Turniers passen solche Szenen natürlich auch. Die oben gezeigte Vignette stammt aus dem Hause Redoubt Miniatures. Sie steckt voller kleiner Details, die das Geschehen sehr schön einfangen, und letztlich den Ausschlag gaben, die Figuren zu erstehen. Denn stilistisch unterscheiden sich die Figuren stark von meinen geliebten Foundrys. Das Foto schont daher nichts!

Zum Ausgleich habe ich gleich darauf einen frühen Perry-Sculpt bemalen müssen. Sein Dasein hat er als Armbrustschütze aus der Spätmittelalter-Reihe von Foundry begonnen; ich habe ihn kurzerhand zum Falkner umgerüstet. Seine Pose passte dafür ungefähr und so betreut er nun die teuren Haustierchen eines ritterlichen Turnierteilnehmers (die Sitzstange mit weiteren Vögeln folgt). Der "Falke" stammt aus dem Gussrahmen der GW-Bretonen. Aufgrund seiner Größe habe ich ihn als Habicht bemalt (Ornithologen mögen mir Ungenauigkeiten verzeihen), da diese Tiere auch gern zur Beizjagd eingesetzt wurden, aber nicht so hochpreisig gehandelt wurden wie andere Beutegreifer.


Den braunen Stumpen, der das Gesicht des Falkners verunziert, ist eine Notlösung. Ich hab mich einfach nicht getraut, ihn wegzufeilen.

Ach ja, und noch einen Neuzugang will ich nicht zurückhalten. Dieser freundliche Herr im farbechten Dress wird sich in nächster Zeit beim Aufbau der weiteren Zelte nützlich machen.



An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an Frank Bauer!

25 August 2007

Zeltbau ohne Anleitung

Man soll es nicht glauben, aber ein erstes "Geländestück" ist fertig geworden!
Zuerst zur Vorgeschichte:
Auf Phil Olleys Seite (siehe Links) waren mir bereits vor einiger Zeit ein paar Zelte aufgefallen. Nachforschungen führten mich dann zur Seite von Magister Militum (http://www.magistermilitum.com), wo eine ganze Palette mittelalterlich anmutender Zelte erhältlich ist. Da mir bislang kein anderer Hersteller untergekommen ist, habe ich kurzerhand einen ganzen Schwung bestellt - und recht zügig geliefert bekommen.

Beim Auspacken war ich dann zunächst etwas enttäuscht. Die Zelte sind aus Resin, und der Guss ist nicht gerade berauschend. Hier mal ein Foto eines unbehandelten Teils out of the box:



Allerdings musste ich mir eingestehen, dass ein Eigenbau aus Stoff oder Papier aus meiner Hand kaum besser aussähe und ich so wenigstens Arbeit gespart habe.
Mit ein bisschen Feilen und Schmiergeln lassen sich die gröbsten Grate entfernen und die Farbe erledigt den Rest. Ein echter Künstler - mit mehr Geduld als ich - könnte wahrscheinlich mehr rausholen, aber auf die Distanz bin ich mit meinem Erstling ganz zufrieden:



Wie man sieht, habe ich versucht, noch etwas mehr Realismus hineinzubringen, indem ich ein paar Schnüre angebracht habe. Diese erfordern natürlich ein Base (bestehend aus einer CD), das ich erst weglassen wollte.
Der Herr im Vordergrund (von Wargames Foundry) ist übrigens der stolze Besitzer und lässt sich gerade für das Turnier ankleiden. Seine Ausrüstung ist nicht wirklich zeitgemäß, aber ich finde, so eine Vignette gehört einfach dazu.

Ich hoffe, es gefällt.

PS: Wiederum entschuldige ich mich für die Bildqualität. Da mein PC immer noch in Reparatur ist, verfüge ich über kein vernünftiges Bearbeitungsprogramm. Außerdem sollte ich wirklich mal daran gehen, mir richtigen Fotohintergrund zuzulegen. Die Lösung "weißes Papier auf Schreibtisch" ist auf Dauer eher... suboptimal. ;)

12 August 2007

Volksbelustigung

Damit nun aber niemand meckern kann, ich würde das Blog nur zum Ausheulen missbrauchen, noch schnell ein Schnappschuss der beiden letzthin fertiggestellten Modelle. Leider spinnen Kamera wie Computer derzeit, so dass ich etwas improvisieren musste - was sich auf die Bildqualität auswirken könnte.
Hier also die Ersatzmänner für die Spiellleute, die ich Frank Bauer dereinst überlassen hatte:



Die beiden stammen aus der Perry-Reihe zum Hundertjährigen Krieg, sind also eigentlich rund 100 Jahre zu früh. Allerdings denke ich mir, dass Spiellleute auch bei Hofe nicht wählerisch sein konnten und deshalb auch etwas ältere Mode auftragen mussten. Die Figuren sind erstaunlich groß und ich überlege bereits, ein paar der Modelle in meine uralte Bretonenarmee für Warhammer Fantasy zu integrieren. Leider sind die gerüsteten Modelle allerdings unbrauchbar für das 16. Jahrhundert. Schade, denn ich bräuchte dringend ein paar Ritter mit eingelegter Lanze...
Für das Quasimodo-Gesicht des Dudelsackbläsers entschuldige ich mich - irgendwie fehlte, nachdem ich sein rechtes Augenlid gemalt hatte, das Pendant auf der linken Seite. Naja, nicht alle Menschen waren hübsch, damals. ;)

Mehr demnächst.

06 Mai 2007

Ist etwa Weibsvolk anwesend?

Für alle, die nach dem ganzen Text schon wieder nach Bildern lechzen, hier mal ein kleines Update:
Der Herr auf der rechten Seite dürfte evtl. schon auf dem letzten Foto zu erkennen gewesen sein. Die beiden Damen habe ich gestern abend in aller Eile fertiggestellt - wiederum habe ich mich bei den Details auf die Gesichter beschränkt und die Kleidung mit ein paar deutlicheren Akzenten versehen. Merkwürdigerweise scheinen weibliche Gesichter den Miniaturendesignern nicht so zu liegen, denn meist wirken sie auf mich viel zu hart oder aber irgendwie "verzogen". Vielleicht hab ich aber einfach nur das Geheimnis schöner Frauen noch nicht gefunden. :D
Ach ja, alle drei Figuren stammen aus der "High Medieval"-Reihe von Foundry.

Ich darf zugleich bekannt geben, dass auch die erste Kanone ihrer Fertigstellung entgegen geht. Mit tatkräfttiger Hilfe aus dem Sweetwater-Forum habe ich einen Bodeneffekt ausgetüftelt, der mir sehr gut gefällt und wohl auf alle weiteren Bases übertragen wird. Derzeit warte ich noch auf ein paar Kleinteile, die ich zur Verzierung der Kanonenbase brauche - deshalb hier nur eine Art Preview auf das Rohbase:
Ganz zufrieden bin ich noch nicht; vor allem das Holz bereitet mir Probleme. Aber besser, ich mache hier meine Erfahrungen, als dass ich später bei den richtigen Aufbauten (aus Holz) scheitere. Kritik, Lob und Vorschläge sind hier wie in meinem Thread im Sweetwater-Forum natürlich gern gesehen!

30 November 2006

Und so sehen wir betroffen, den Vorhang zu und alle Fragen offen...


Einen hab' ich noch. Diese Miniatur aus Foundrys Mittelalter-Serie fand ich zu schön, um sie nicht noch schnell zu bemalen. (Dementsprechend nachlässig war ich beim Entgraten.)
Außerdem werde ich sie meinem Gönner und Mentor Frank Bauer, dem eigentlichen Initiator dieses Projekts, überlassen. Vielleicht auch als Zeichen dafür, dass es irgendwann hier weitergehen wird, auch wenn ich derzeit genauso ratlos dastehe wie der gute Mann im Bild... ;)

PS: Wer die Vorderseite sehen will, besucht meine Galerie bei http://www.dminis.com/Sire%20Godefroy/index.html

04 November 2006

Spielmann die Zweite


Endlich, der zweite Spielmann ist fertig. Leider gibt das Modell an sich nicht allzu viel her - aber ich habe wohl auch ein bisschen geschlampt. Die Makro-Aufnahme verzeiht keinen dieser Fehler. Hoffentlich finde ich bald wieder zu alter Form zurück...

09 Oktober 2006

Zinken zwen



Bisher geht es auf dem Turnier ja noch recht leise zu. Da braucht es dringend ein paar Musikanten, die das Klirren der Waffen übertönen und die versammelten Ritter dazu animieren, ein paar Trinklieder zum Besten zu geben.
Fürs Erste ist der Schalmeienspieler noch etwas allein, aber sein Kamerad ist bereits auf dem Maltisch angekommen, so dass es bald zünftig hergehen kann. Die Herren tragen sehr farbenfrohe und bunt gemusterte Gewänder, was der Berufskleidung fahrender Spielleute gerecht werden dürfte.
(Wie immer: Einzelne Malfehler, z.B. an der Trommel, habe ich auf dem Foto bereits ausgemacht und sogleich behoben. Das einem das immer erst nach dem Ablichten auffällt...)

10 September 2006

Leonardos Lächeln



Nach einer schlaflosen Nacht gesellt sich bereits ein weiteres Modell hinzu. Nachdem die Duellszene vorerst abgeschlossen ist, wende ich mich nun dem "schweren Gerät" am Rande des Turniers zu. Bei der Vorführung des herzoglichen Artillerieparks darf natürlich einer nicht fehlen: der Geschützmeister. Das Modell ist stark an Porträts Leonardo da Vincis angelehnt und gehört zu den wirklich großartigen Miniaturen, die von GW produziert worden sind. Leider scheinen diese wirklich charaktervollen Modelle inzwischen komplett dem düsteren Look gewichen - aber schweigen wir davon.
Die erste Kanone ist ebenfalls in der Mache, wird aber wohl erst beim nächsten Mal zu sehen sein. Auch die Besatzung harrt bereits ihres Einsatzes.
Ach ja, wem die Malfehler auffallen - sie wurden bereits behoben. ;)

09 September 2006

Fast fertig


Nach einer Woche Pause mal wieder etwas Neues für den Turnierplatz. Die Szenerie um den Kampf "ze biden handen" ist jetzt soweit fertig. Ich habe noch schnell einen Ersatzmann für den Träger der etwas späten Flamberge (siehe ersten Eintrag) fertig gestellt (GW) und einen zweiten Herold (Foundry) bemalt. Letzterer ist eigentlich noch nicht fertig, da das Wappen auf seinem Rock noch fehlt.

26 August 2006

Spielt auf, der Herzog kommt!


Neue Woche, neues Glück. Diesmal scheine ich eher von selbigem verlassen zu sein: Die beiden Neuzugänge, in Gestalt des herzoglichen Paares, gefallen mir nicht wirklich. Obwohl ich mir viel Mühe mit den Gesichtern und der Kleidung gegeben habe, wirken die beiden merkwürdig flach und leblos. Der Rock des Herzogs hat mich fast zur Verzweiflung gebracht, die Farbverläufe stimmen einfach nicht, und so bin ich damit auch recht unzufrieden. Um voran zu kommen, habe ich die Arbeiten allerdings abgeschlossen und mich bereits den nächsten Modellen zugewandt.
Ach ja, noch etwas zu den Miniaturen: Es handelt sich um Foundry-Figuren; die Herzogin stammt aus der "Medieval Civilian"-Reihe und erhielt, um sie auf den modischen Stand von 1504 zu bringen, einen schicken Landsknechtshut von GW. Ihre Begeisterung für das Turnier scheint dadurch zwar nicht gesteigert, aber was soll's. ;)

19 August 2006

Edelmann & Bettelmönch


Ein weiteres Pärchen ist fertiggestellt: Zum einen stürzt sich ein unerschrockener Bihandkämpfer (GW) in den Kampf und komplettiert so das erste Turniergefecht (siehe das zugehörige Modell vom Juli).
Zum anderen beäugt ein - offensichtlich lebensbejahender - Franziskanermönch (Foundry) etwas missvergnügt das Geschehen - ob er wohl gern im Kampfgetümmel mitmischen würde?

14 August 2006

Sünde oder Lustbarkeit


Nach einer kleinen (krankheitsbedingten) Auszeit melde ich mich heute zurück. Zwei wichtige Personen im Kreis der Turnierbesucher und -teilnehmer sind eingetroffen: Zum einen der strenge Dominikanermönch, der wohl beide Augen angesichts des sündhaften Treibens auf dem Turnierplatz zudrücken muss; zum anderen einer der Herolde, der die Teilnehmerliste verwaltet ("Ich bin mir nicht sicher, dass ein Stammbaum dieser Kürze Euch ausreichend legitimiert..."). Bei der Farbgebung seines Wamses habe ich mich an einem originalen Damaststoffmuster orientiert - damals wie heute ein sehr kostspieliges Kleidungsstück, das aber der Aufgabe angemessen sein dürfte.

02 August 2006

Hochwürden gibt sich die Ehre


Ein neuer Monat, eine neue Kategorie von Modellen: Zivilisten. Den Anfang macht dieser fromme Mann. Eigentlich wollte ich mich ja weiter den Rittern widmen; aber ich konnte nicht widerstehen, diese geniale Miniatur (Hersteller Gamezone) einfach vorzuziehen. Es war eine wahre Lust, sie anzumalen und ich habe mir - für meine Verhältnisse - auch recht viel Mühe gegeben. Ich hoffe, Hochwürden gefällt euch genausogut wie mir. :)