25 August 2007

Zeltbau ohne Anleitung

Man soll es nicht glauben, aber ein erstes "Geländestück" ist fertig geworden!
Zuerst zur Vorgeschichte:
Auf Phil Olleys Seite (siehe Links) waren mir bereits vor einiger Zeit ein paar Zelte aufgefallen. Nachforschungen führten mich dann zur Seite von Magister Militum (http://www.magistermilitum.com), wo eine ganze Palette mittelalterlich anmutender Zelte erhältlich ist. Da mir bislang kein anderer Hersteller untergekommen ist, habe ich kurzerhand einen ganzen Schwung bestellt - und recht zügig geliefert bekommen.

Beim Auspacken war ich dann zunächst etwas enttäuscht. Die Zelte sind aus Resin, und der Guss ist nicht gerade berauschend. Hier mal ein Foto eines unbehandelten Teils out of the box:



Allerdings musste ich mir eingestehen, dass ein Eigenbau aus Stoff oder Papier aus meiner Hand kaum besser aussähe und ich so wenigstens Arbeit gespart habe.
Mit ein bisschen Feilen und Schmiergeln lassen sich die gröbsten Grate entfernen und die Farbe erledigt den Rest. Ein echter Künstler - mit mehr Geduld als ich - könnte wahrscheinlich mehr rausholen, aber auf die Distanz bin ich mit meinem Erstling ganz zufrieden:



Wie man sieht, habe ich versucht, noch etwas mehr Realismus hineinzubringen, indem ich ein paar Schnüre angebracht habe. Diese erfordern natürlich ein Base (bestehend aus einer CD), das ich erst weglassen wollte.
Der Herr im Vordergrund (von Wargames Foundry) ist übrigens der stolze Besitzer und lässt sich gerade für das Turnier ankleiden. Seine Ausrüstung ist nicht wirklich zeitgemäß, aber ich finde, so eine Vignette gehört einfach dazu.

Ich hoffe, es gefällt.

PS: Wiederum entschuldige ich mich für die Bildqualität. Da mein PC immer noch in Reparatur ist, verfüge ich über kein vernünftiges Bearbeitungsprogramm. Außerdem sollte ich wirklich mal daran gehen, mir richtigen Fotohintergrund zuzulegen. Die Lösung "weißes Papier auf Schreibtisch" ist auf Dauer eher... suboptimal. ;)

12 August 2007

Volksbelustigung

Damit nun aber niemand meckern kann, ich würde das Blog nur zum Ausheulen missbrauchen, noch schnell ein Schnappschuss der beiden letzthin fertiggestellten Modelle. Leider spinnen Kamera wie Computer derzeit, so dass ich etwas improvisieren musste - was sich auf die Bildqualität auswirken könnte.
Hier also die Ersatzmänner für die Spiellleute, die ich Frank Bauer dereinst überlassen hatte:



Die beiden stammen aus der Perry-Reihe zum Hundertjährigen Krieg, sind also eigentlich rund 100 Jahre zu früh. Allerdings denke ich mir, dass Spiellleute auch bei Hofe nicht wählerisch sein konnten und deshalb auch etwas ältere Mode auftragen mussten. Die Figuren sind erstaunlich groß und ich überlege bereits, ein paar der Modelle in meine uralte Bretonenarmee für Warhammer Fantasy zu integrieren. Leider sind die gerüsteten Modelle allerdings unbrauchbar für das 16. Jahrhundert. Schade, denn ich bräuchte dringend ein paar Ritter mit eingelegter Lanze...
Für das Quasimodo-Gesicht des Dudelsackbläsers entschuldige ich mich - irgendwie fehlte, nachdem ich sein rechtes Augenlid gemalt hatte, das Pendant auf der linken Seite. Naja, nicht alle Menschen waren hübsch, damals. ;)

Mehr demnächst.

Erste Zwischenbilanz

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich vor rund einem Jahr dieses Projekt gestartet habe. Okay, es gab auch mal die ein oder andere kreative Pause. Aber dennoch darf ich wohl die im Titel angekündigte erste Zwischenbilanz ziehen. Also, los geht's:

  1. Das Projekt wächst. Langsam, aber stetig. Etwas mehr als 20 Miniaturen habe ich zusammen, wenn ich auch immer wieder feststellen muss, dass einige es wohl gar nicht auf die Platte schaffen werden. Da muss sich etwas an meiner Arbeitsplanung ändern!
  2. Dem relativ guten Vorankommen an der "Bemalfront" steht leider die totale Stagnation auf dem Gebiet des Geländebaus gegenüber. Seit meinen ersten kläglichen Versuchen, mir eine vernünftige Spielplatte zu zimmern, habe ich anscheinend eine gewisse Phobie entwickelt. Ideen habe ich genug, nur mangelt es an der Fähigkeit zur praktischen Umsetzung. Ich beneide all diejenigen, denen Material, die ein oder andere helfende Hand und natürlich der Spaß an handwerklicher Betätigung zur Verfügung stehen - all das scheint mir derzeit total abzugehen...
  3. Weiterhin besteht auch das Problem der Regeln. Dass ich mir über die Dimensionierung des Projekts noch immer nicht im Klaren bin, ist Folge wie Ursache dieser Misere. Vom Standpunkt der Präsentation favorisiere ich eindeutig ein Skirmish-Spiel, bei dem das Turnier nur den Hintergrund bildet. Die Ebob-Regeln sind hier immer noch mein Fokus. Die ursprüngliche Idee aber war, ein Ritterturnier als Spiel umzusetzen - was leicht schlicht langweilig gerät. Leider hat sich bisher niemand gefunden, mit mir die angepeilten Regeln auszuprobieren, um meine Vorbehalte zu bestätigen oder (besser) zu zerstreuen. Freiwillige scheinen hier Mangelware.
Natürlich will ich nicht nur mosern. Ich habe mir schon ein paar Gedanken gemacht in den letzten Tagen, wie ich mit den Problemen fertig werde. Hier eine Sammlung:

  • Erreichbare Ziele setzen. In den nächsten Tagen oder Wochen (je nachdem, wie ich Zeit finde) werde ich mir überlegen, was realistischerweise bis Ende des Jahres zu schaffen ist. Danach werde ich nämlich ohnehin umdisponieren müssen, weil ein paar größere Veränderungen anstehen (neue Wohnung, hoffentlich neuer Job etc.). Ein gutes Limit also, denke ich.
  • Klein anfangen, groß rauskommen. Ich werde mir auch überlegen müssen, was noch ins Projekt gehört und was als Ballast abgeworfen werden kann. Konkret: Was muss unbedingt auf die Platte, um die Szenerie eindeutig als Turnier erkennen zu können? Welche Spielereien hebe ich mich für eine mögliche zweite Version auf, die dann auch ruhig etwas größer dimensioniert sein kann? Welche Miniaturen brauche ich dafür? Welches Gelände? Et cetera, et cetera...
  • Planung ist alles. In logischen Schritten zu denken, ist zwar nicht meine Stärke, aber ich werde es versuchen. Für das Projekt heißt das: Ich werde möglichst strukturiert vorgehen, zuerst also ein paar Ritter bemalen, die ja den Kern des Turniers bilden und mich vielleicht parallel dazu auch schon mal an einer Schranke oder der Tribüne versuchen. Ein enger Zusammenhang zwischen den Einzelvorhaben sollte da sein, um zügiger voranzukommen.
  • Letztlich muss es trotzdem Spaß machen. Ich habe gemerkt, dass nach einer kurzen Pause beim Projekt (gerade nach der Magisterarbeit) vieles leichter von der Hand geht. Es erwarte also niemand neue Glanzleistungen in Rekordzeit! Gut Ding... man kennt den Rest.
Mit diesen und anderen Ideen hoffe ich, mich weiter motivieren zu können - und nicht zuletzt auch hier aktiv zu sein. Leider weiß ich nicht, wie gut meine Vorstellungen, Umstrukturierungen und Pläne ankommen, da das Feedback hier sehr dürftig ausfällt. Vor allem Textbeiträge wie dieser scheinen nicht sonderlich beliebt zu sein - was ich sehr schade finde. Manchmal komme ich mir wie ein kleiner Autist vor. :(

Naja, vielleicht liest es ja doch der ein oder andere. Ich kann nur wiederholen, dass Rückmeldungen, Wünsche & Anregungen immer gern gesehen sind! Danke für die Aufmerksamkeit.